Verschwörungstheorien in Zeiten von Corona

28.05.2020

Die Hygiene-Demonstrationen zeigen die realen Auswirkungen der seit Monaten virtuell kursierenden Falschmeldungen und Verschwörungserzählungen zu COVID-19. Spätestens jetzt sollte klar sein, dass Verschwörungsideologien nicht nur im Netz ihre Wirkung entfalten, sondern ein reales, gesamtgesellschaftliches Problem darstellen. klicksafe hat ein neues Infopaket rund um das Thema Verschwörungstheorien erstellt. Darüber hinaus haben wir mit der Sozialpsychologin Pia Lamberty im Interview ausführlich über die Hintergründe von Verschwörungserzählungen und die aktuelle Situation gesprochen.

Zur Corona-Pandemie erreicht uns seit Monaten eine Flut an neuen Informationen über sämtliche Medienkanäle. Dabei handelt es sich jedoch nicht immer um geprüfte Nachrichten von seriösen Quellen. In dieser Zeit, die für viele gekennzeichnet ist durch Verunsicherung, das Gefühl von Kontrollverlust und persönliche Existenzängste, sind verschwörungsideologische Texte, Bilder und Videos besonders ansprechend und erreichen innerhalb kürzester Zeit hunderttausende Menschen. Problematisch wird es, wenn User und Userinnen die Quellen nicht prüfen und den Inhalten Glauben schenken, in der Hoffnung darin Antworten auf die großen Fragen zu finden: Ist das Virus wirklich so gefährlich? Sind die Maßnahmen alle notwendig? Steckt da nicht doch was ganz Anderes dahinter?

Seit Beginn ruft die Krisensituation Verschwörungsgläubige auf den Plan. Zudem nutzen politische Akteure Verschwörungserzählungen, um diese Verunsicherung für ihre Zwecke auszunutzen. Vor allem in Sozialen Medien, über YouTube und Messenger-Dienste wie Telegram und WhatsApp verbreiten sie Coronavirus-Falschmeldungen mit Bezug zu Verschwörungsideologien. Oft teilen Privatpersonen diese Inhalte, aber zunehmend mischen sich auch deutschlandweit bekannte Persönlichkeiten, wie Xavier Naidoo oder Atilla Hildmann unter die Verbreiter und Verbreiterinnen von Verschwörungserzählungen.

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Quelle: klicksafe Newsletter



 
 
 

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