R: Brigitte Maria Bertele, Deutschland 2008, 91 min.
Der Film dreht sich um den fünfundzwanzigjährigen David, Kriegsheimkehrer von dem „Friedens“einsatz in Afghanistan. Ist David zu Beginn des Films als Soldat mit militärischem Gestus und Körper kein Sympathieträger, werden Zuseherinnen und Zuseher im Lauf des Films immer mehr in die emotionale Geschichte gezogen und erkennen die Traumatisierung, die der Krieg auslöste.
Erschreckend wie David einer männlichen Sozialisation unterliegt, die durch Kräftemessen und Ausdruck von Stärke gekennzeichnet ist. Besonders die Beziehung zu seinem Halbbruder Benni ist auch durch dieses Männerbild gekennzeichnet: der zarte, kleine Benni bewundert David, will auch so stark werden wie er und lässt sich letztendlich von ihm in einem schrecklichen Machtspiel manipulieren, das eine Folge von Davids Erinnerungen an den Krieg ist, in dem er einen kleinen afghanischen Jungen getötet hatte.
Die Geschehnisse eskalieren: Davids Beziehung geht kaputt und er wird bei einem Fußballspiel in die Psychatrie eingeliefert, von wo er eingebunden in eine medikamentösen Therapie zurückkehrt und wieder sein normales Leben mit seiner Familie, seiner Freundin und Benni aufnehmen kann. Das ist das Happy End nachdem sich das Publikum doch bei jedem Film sehnt.
Autorin: Dominika Krejs
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