Veranstaltung zum Thema Verbreitung von Missbrauchsabbildungen im Netz

Das Bundeskriminalamt hat im letzten Jahr auf die stark zunehmende Verbreitung von Missbrauchsabbildungen, sogenannter Kinderpornografie, durch Kinder und Jugendliche hingewiesen. Kinder und Jugendliche würden die Bilder und Filme vor allem über soziale Medien versenden und hierbei die Inhalte häufig bagetellisieren und zum Teil mit als lustig empfundenen Texten, Emojis oder Tönen hinterlegen.

Diese Entwicklung nimmt die Internetwerkstatt Netti - Medienkompetenzzentrum Tempelhof-Schöneberg zum Anlass, um sich dem Thema unter rechtlichen Aspekten zu widmen. Die juristische Referentin bei der Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM), Natalia Peruzynska, wird in ihrem Input zur rechtlichen Bewertung von Missbrauchsdarstellungen von Kindern und Jugendlichen im Internet einen kurzen Überblick über die Arbeit der FSM sowie der Beschwerdestelle geben. Darüber hinaus wird sie relevante Tatbestände des Strafgesetzbuches sowie des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages anhand einzelner Beispiele vorstellen. Nach der Einführung gibt es einen Praxisteil "Wie würden Sie entscheiden", bei dem die Teilnehmer*innen einbezogen werden.
Zudem gibt es Raum für Diskussion und dem Stellen von Fragen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts "Medienbildung für GUTE SCHULE" statt.
Wann: am 20.02.2020 um 10-12.30 Uhr
Ort: Internetwerkstatt Netti, Medienkompetenzzentrum Tempfelhof-Schöneberg
Barbarossastraße 64, 10781 Berlin
Anmeldungen bis: 17.02.2020 beii.walla@outreach.berlin

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) widmet sich in erster Linie dem Jugendschutz und der Bekämpfung illegaler, jugendgefährdender und entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte in Online-Medien. Medien- und Telekommunikationsverbände sowie Unternehmen, die Online-Angebote betreiben, gründeten 1997 den Verein. Die FSM wurde 2005 von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) als Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle anerkannt. Neben Anbietern von Internetinhalten zählt die FSM auch Host- und Accessprovider zu ihren Mitgliedern.
Die FSM betreibt eine Beschwerdestelle, welche sich der Bearbeitung von Beschwerden über rechtswidrige, jugendgefährdende und entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte von Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern widmet. Hierbei kooperiert die FSM mit wesentlichen Akteuren und zielt darauf hin, dass solche Inhalte aus dem Netz entfernt werden. So gehört die FSM zu den Gründungsmitgliedern von INHOPE, dem Dachverband internationaler Beschwerdestellen.
Natalia Peruzynska arbeitet seit zwei Jahren als juristische Referentin bei der FSM. Ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist die Bearbeitung von Hinweisen über rechtswidrige Inhalte im Internet.

Hinweis: Beratung und Unterstützung bei sexueller Gewalt finden Betroffene, Angehörige, Fachkräfte und alle Menschen, die sich Sorgen um ein Kind machen, beim Hilfetelefon Sexueller Missbrauch, Tel. 0800 22 55 530 (kostenfrei und anonym) und auf dem Hilfeportal www.hilfeportal-misssbrauch.de mit einer umfangreichen Datenbank zu Hilfeangeboten vor Ort.

 

Quelle: Internetwerkstatt Netti - Medienkompetenzzentrum Tempelhof-Schöneberg



 
 
 

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