jugendnetz-berlin.de auf der Suche nach dem Glück

Das Rezept für Glück, wie mag das aussehen? Man nehme einen Schornsteinfeger, ein Dutzend vierblättrige Kleeblätter und eine Prise Hufeisenstaub und fertig ist der Glückskuchen? Wenn das mal so einfach wäre. Denn Glück kann vieles sein. Zum Beispiel die Zusage zum Ausbildungsplatz. Oder eine große Liebe.

Glück ist vielfältig, wandelbar und für jeden anders. Aber etwas gemeinsames muss es doch geben, oder? Um das herauszufinden untersuchen wir für euch das Glück von allen Seiten. Was ist heute Glück, was war es früher? Wo finden wir das Glück im täglichen Leben und in den Medien? Wie sieht es aus mit Aberglaube und Bräuchen? Haben alle diese Fragen womöglich dieselbe Antwort?

Mit sieben Beiträgen zur Glückswelt und machen wir euch zum Glücksprofi. Aber ihr könnt mithelfen. Wir alle waren doch schon mal glücklich. Erzählt uns wann, wo und warum euch das wohlige Gefühl des Glücks ausgefüllt hat. Formuliert eure ganz eigene Definition von Glück, gebt uns ein Wort, eine Zahl, ein Objekt, dass ihr mit Glück verbindet. Wir werden sehen, ob wir so ein gemeinsames Glück finden können.

Nutzt unser Glücksformular!

Wir alle waren doch schon mal glücklich. Erzählt uns wann, wo und warum euch das wohlige Gefühl des Glücks ausgefüllt hat. Formuliert eure ganz eigene Definition von Glück, gebt uns ein Wort, eine Zahl, ein Objekt, dass ihr mit Glück verbindet. Wir werden sehen, ob wir so ein gemeinsames Glück finden können.
Nutzt unser Glücksformular oder schreibt eine E-Mail an go@jugendnetz-berlin.de .
Schöne Beiträge veröffentlichen wir auf jugendnetz-berlin.de.

 
 

Was ist das Glück? - Definition

In der deutschen Sprache gibt es zwei unterschiedliche Bedeutungen für das Wort Glück. Einmal ist es ein positiv empfundener Zustand, im Sinne von "Glück empfinden", durch eine eigene erbrachte Leistung. Zum anderen ist es ein positiver Umstand oder Zufall, der "Glück haben" bedeutet. Das heißt, durch einen glücklichen Zufall begünstigt zu sein, wie beim Gewinn eines Glücksspiels oder durch Zufall einen Nachteil vermeiden.

Beim Empfinden des Glückes gibt es zwei mögliche Varianten:
Wir können Glück empfinden während einer kurzen Zeitdauer, beim Erleben eines Glücksmomentes. Zum Beispiel kann das gutes Essen oder mit Freunden sein, aber auch eine Sache erfolgreich abschließen. Die Empfindung von Glück kann auch ein dauerhaftes Gefühl sein, beispielsweise mit dem Leben zufrieden sein oder viele Glücksmomente erleben. In diesem Zusammenhang werden auch Begriffe wie Zufriedenheit, Freude, Lust, Spaß und Lebensqualität verwendet.

Im Bedeutungswörterbuch, dem Duden, ist dieser Begriff als ein günstiger Umstand, günstige Fügung des Schicksals definiert, sinnverwandt ist er auch mit Dusel, Erfolg, Fortuna, Massel, Schwein, Segen, guter Stern, Sternstunde, Heil, Glücksfall, Glücksache, Glückstern, Glücksträhne, Zustand innerer Harmonie und Zufriedenheit, Freude, Seligkeit, gedeihen, gelingen.

Im Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache (Duden Etymologie) steht dazu geschrieben, dass die Herkunft des Wortes Glück sich seit dem 12. Jahrhundert vom Nordwesten her allmählich im deutschen Sprachgebiet ausgebreitet hat. In dieser Zeit taucht im Mittelhochdeutschen das Wort ‚g(e)lücke’ auf, das wahrscheinlich auf das altniederfränkische ‚gilukki’ und das mittelniederländisch ‚(geh)lucke’ zurückgeht.
Aus dem Wort ‚(geh)lucke’ entstand das schwedische ‚lykka’ und das englische Wort ‚luck’, an dem das gotisch angelsächsische 'lukan', das altnordisch altfriesische 'luka', das angelsächsische 'lucan' und das althochdeutsche 'luhhan' knüpft, aus dem wiederum der deutsche Begriff „Luke“ entstand. Von hier aus wurde auch versucht, die etymologische Wortbedeutung von Glück als die "Art, wie etwas schließt, endigt, ausläuft" zu bestimmen. So lassen sich also die Worte „Geschick, Schicksal(s)-macht; Zufall; günstiger Ausgang; (guter) Lebensunterhalt" mit keiner anderen germanischen Wortgruppe in Zusammenhang bringen.
Das Wort g(e)lücke wurde dann im deutschen abgeleitet zu glücken, was "gelingen, beglücken, verunglücken" bedeutet. Es folgen die Begriffe glücklich "vom Zufall, vom Schicksal abhängig, günstig"; im 15. Jahrhundert glückselig, Glückseligkeit sowie Glückskind im 16. Jahrhundert - wohl eigentlich „mit einer Glückshaube geborenes Kind". Im 18. Jahrhundert entstehen die Wörter Glückspilz (zunächst in der Bedeutung "Emporkömmling, Parvenü", dann „Glückskind“ - nach dem englischen Wort mushroom "Pilz; Emporkömmling"); Glücksrad (auf mittelhochdeutsch bedeutet dies gelücktes rat, gelückrat) und Glücksritter ("Abenteurer, der auf Glück ausgeht").

Symbole, die Glück bringen

In allen Kulturen und Zeiten der Menschen beeinflusst der Aberglaube das Leben und Handeln. Was jedoch als jenen Glauben definiert wird, ist durch den jeweiligen, als richtig empfundenen weltanschaulichen Standpunkt des Betrachters bestimmt. Hinter solch abergläubischen Praktiken und Riten ist oft der Wunsch verborgen, dass bestimmte magische Wirkungen Unbekanntes und Bedrohliches abwehren oder das Glück herbeiführen.

Abergläubische Vorstellungen existieren in kulturell allgemein anerkannten, kollektiven Denkmustern, dazu gehören

- Glückwünsche (Daumen halten; "toi, toi, toi"; Hals und Beinbruch)
- Glücks- und Unglückstage (Freitag, der 13.; Mondphasen)
- Glücks- und Unglückszahlen (zum Beispiel 7 und die 13)
- Kettenbriefe (das Unterbrechen der Kette soll Unglück bringen)
- Silvesterbräuche als Zukunftsvorhersage (Bleigießen etc.)
- Namen und Bilder als Glücksbringer (zum Beispiel für Schiffe, Rennpferde)
- Verhaltensrituale (auf die selbe Weise morgens Aufstehen, als Fußballer mit dem linken Fuß den Rasen betreten usw.)
- Vorzeichen und Orakel (zerbrechendes Glas, Spiegel, Schornsteinfeger kommt entgegen)
- Kleidung und Wäschestücke von erfolgreichen Menschen
- Pflanzen und Tiere als Glücksbringer (vierblättriges Kleeblatt, Schwein)
- Personen als Glücksbringer (Kinder, Jungfrauen, Bucklige)
- Talismane, Amulette, Maskottchen
- Abwehrzeichen auf Türbalken oder Schwelle (Pentagramm, Drudenfuß)

Je nach Kulturkreis und Tradition gelten verschiedene Dinge als Glückssymbole.
In Deutschland stehen folgende Symbole für Glück:

 

icon  (1) Vierblättriges Kleeblatt

Da diese Pflanze mit vier Blättern nur sehr selten vorkommt, bedeutet sie für den/die FinderIn Glück.
Einer Legende nach nahm die biblische Gestalt Eva als Erinnerung ein vierblättriges Kleeblatt aus dem Paradies mit. Daher kommt die Aussage, dass der BesitzerIn eines vierblättrigen Kleeblattes ein Stück vom Paradies besitzt.

icon  (2) Hufeisen

Wenn das Hufeisen mit der Öffnung noch oben aufgehängt wird, gilt es als Glückbringer. Hängt es anders herum, fällt das Glück heraus. Die Bedeutung als Symbol des Glückes bekam es durch den früheren Transport von Liebesbriefen mit Postkutschen und berittenen Kurieren.

icon  (3) Schwein

Für die germanischen Völker bereits war der Eber ein heiliges Tier. Es steht als Symbol der Fruchtbarkeit und Stärke und ist deshalb ein Zeichen für Wohlstand und Reichtum. "Schwein haben" wurde so zu einer Redewendung für "Glück haben".
Bei den Griechen und Römern galt jemand als privilegiert, der über viele Schweine und somit auch Nahrung verfügt.

icon  (4) Schornsteinfeger

In weiten Teilen der Welt gelten Schornsteinfeger als volkstümliche Glücksbringer. Wer sie berührt, bekommt im neuen Jahr Glück. Damals war es eine Katastrophe für den Haushalt, wenn der Kamin verstopft war, weil dann weder die Mahlzeiten zubereitet werden konnten, noch wurde es warm im Haus. Es konnten Vergiftungen durch Rauchgase eintreten oder der angesammelte Ruß konnte sich entzünden und so zu einem Wohnungsbrand ausarten. Der Kaminkehrer brachte in solchen Situationen die Rettung. Es säuberte den Schornstein und es war wieder möglich, zu kochen und zu heizen. So wurde das "Glück" zurückgebracht.
Eine andere Theorie ist, dass der Schornsteinfeger mit seiner Kleidung an den Teufel erinnere. Deswegen wurde ihm die Fähigkeit zugeschrieben, den Teufel selbst oder mit seiner Hilfe andere Geister zu bannen. Der Ruß, von ihm mitgebracht, gilt seitdem als besonderer Schutz gegen Gefahren oder vor Krankheiten.
Die Rolle des Schornsteinfegers als Glücksbringer zu Neujahr geht auch darauf zurück, dass die Schornsteinfeger traditionell zu diesem Termin ihre Jahresrechnung legten und aus diesem Anlass vielfach als erste Gratulanten auftraten.

icon  (5) Fliegenpilz

Viele Sagen der Germanen deuten auf eine tiefe Verehrung des Fliegenpilzes hin. Es wird geschildert, dass Wotan, der germanische Gott der Extasse und der Erkenntnis, für die Entstehung der Fliegenpilze zuständig sei. Der Sage nach reitet Wotan nebst Gefolge zur Wintersonnenwende durch die Wolken. Immer dort, wo der Geifer seines Pferdes auf die Erde fällt, sollen neun Monate später Fliegenpilze aus dem Boden sprießen. Der Volksglaube bringt den Fliegenpilz stets mit Hexen und Zauberern in Verbindung, und entsprechend dem Anlass mit Vergnügen oder Abscheu, je nachdem ob ihre Dienste benötigt wurden oder ihnen erlittenes Übel zugeschrieben wurde.
Der Glückspilz galt in vielen Naturreligionen als Götterpilz, der ein langes Leben verheißt. Manche Stämme glaubten auch, dass man nach dem Genuss von Pilzen etwas über seine Zukunft erfährt.

icon   (6) Münze

Vor fünf Jahren noch war es ein Pfennig, heute ist es der Cent, der als Glücksmünze aus Kupfer besteht. Nach dem Volksglauben löste dies den bösen Zauber und förderte die Liebesfähigkeit, da es der Venus zugeordnet ist. Auch galt er in früherer Zeit als die kleine Ausgabe des Segen bringenden Tauftalers sowie der verschiedenen Weihpfennige und Weihgroschen, die zum Schutz vor Hexen an Stalltüren genagelt wurden. Sie wurden außerdem in der Hosentasche getragen, um gegen Betrug im Wirtshaus wie beim Viehhandel zu bewahren. Die Deutung des Glückscents liegt darin, dass in allem Kleinen der Ursprung für etwas Großes liegt.

icon  (7) Marienkäfer

Der Marienkäfer gilt als Himmelsbote der Mutter Gottes. Er soll Kinder beschützen oder die Kranken heilen, wenn er ihnen zufliegt. Er darf jedoch nicht abgeschüttelt oder getötet werden, weil sonst das Unglück angezogen wird.

icon  (8) Mistelzweig

Nicht nur als Heilmittel - die Mistel gilt als Königin des Heils - und Adventsschmuck wird in Deutschland der Mistelzweig immer beliebter, da ihm auch Glück bringende Eigenschaften zugesprochen werden. Besonders in England erfreut sich der Mistelbusch großer Beliebtheit, denn dort heißt es "kein Mistelzweig - kein Glück".
So wurden früher Mistelkugeln in Ställen, Scheune und Häusern aufgehängt um Menschen und Tiere vor bösen Geistern und bösen Träumen, aber auch vor Blitzschlag und Feuer zu beschützen. Weiterhin war es auch Brauch, Mistelzweige in Brautkränze einzuflechten damit ihnen Glück und Fruchtbarkeit zuteil würde.

icon  (9) Sternschnuppe

Fällt eine Sternschnuppe vom Himmel, soll ein Wunsch in Erfüllung gehen, wird behauptet. Doch das gilt nur dann, wenn der Wunsch bis zum Verglühen zu Ende gedacht wurde.
Früher wurde geglaubt, dass Sternschnuppen Dochte sind, die auf die Erde fielen, wenn die Engel ihre Himmelskerzen putzten.
Im alten Griechenland sah man in den Sternschnuppen aufsteigende oder fallende Seelen. In der jüdisch-christlichen Tradition war eher von gefallenen Engeln oder Dämonen die Rede. 

icon  (10) Sonntagskind

Als Kinder noch auf die Welt kamen, wann sie wollten, galt der Sonntag, der astrologisch der Sonne zugeordnet wird, als beliebtester Tag für Entbindungen. Die Sprösslinge durften sich dann ihr ganzes Leben lang als "Sonntagskind" bezeichnen, was soviel wie "Glückskind" bedeutet.
Bei den alten Römer hieß ein Sonntagskind auch "Kind der weißen Henne", weil dieser weiße Vogel als Glücksbringer galt. 

icon  (11) Scherben

Auch Scherben bringen Glück. Es herrscht die Vorstellung, dass der Lärm, der beim Zerschmettern entsteht, das Glück herbei zwingt. Durch den Krach werden böse Geister vertrieben.

Glücksbringer in anderen Kulturen:

icon  Maneki Neko aus Japan

Im 17. Jahrhundert gab es in Tokio einen verarmten Tempel, in dem ein Priester mit seiner Katze lebte. Eines Tages wurde ein wohlhabender Fürst in der Nähe des Tempels durch ein gewaltiges Unwetter unter einem Baum festgehalten. Da sah er diese Katze in der Eingangstür des Gotoku-ji Tempels, die ihre Tatze in der typischen Winkweise ihm entgegenstreckte. Der Fürst folgte dieser Einladung und in dem Moment als er die Eingangstür erreichte, schlug ein gewaltiger Blitz an der Stelle ein, an der er zuvor stand. Von diesem Tag an wurden der Fürst und der Mönch Freunde und der Tempel wurde wohlhabend. Seitdem ist die winkende Katze das Symbol für Reichtum und Glück. So soll eine "Maneki Neko" in Ihrem Geschäft, zu Hause oder als Anhänger getragen, Besucher anziehen und den Wohlstand bringen.Die Winkkatze (Maneki Neko) ist heute in Japan der beliebteste Glücksbringer. Die Formen der Maneki Neko sind sehr vielfältig. Entweder werden sie als kleines Amulett direkt am Köper getragen oder als Figuren in verschiedenster Größe aufgestellt. Die Maneki Neko gehört neben jeden Haushalt und Fahrzeugen, auch in Häuser, Einkaufszentren, Restaurants und macht als Riesenfigur so manchen Platz. Kurzum: Der Winkenden Katze kann überall begegnet werden, wo Menschen sind - in Bussen ebenso wie in Geschäftsauslagen, die Winkende Katze empfängt jeden freundlichst und sorgt für Glück, Liebe, Frieden und Wohlstand. 

icon  Daruma Japan

Der beliebteste Glücksbringer Japans ist die Pappmaché-Figur Daruma. Die Darstellung eines buddhistischen Mönchs wird überwiegend in den Tempeln verkauft und ist mit dem Schriftzeichen für Glück oder Erfolg versehen. Der Daruma soll dabei helfen, dass Wünsche in Erfüllung gehen.
Männer malen dabei das linke, Frauen das rechte Auge aus und stellen die Figur an einen zentralen Platz in der Wohnung. Ist der Wunsch Realität geworden, wird das zweite Auge ausgemalt und die rundliche Figur im Tempel verbrannt. 

icon  Bambus

In der asiatischen Kultur gilt der so genannte Glücksbambus als einer der ältesten Glücksbringer überhaupt und wird gerne zu Geburtstagen, zur Hochzeit, zu Geschäftseröffnungen und weiteren Anlässen verschenkt.
Selbst das Rauchen soll man sich damit abgewöhnen können.

icon  Glückskeks

Schon im 13. Jahrhundert gab es in China so etwas ähnliches wie Glückskekse: Um geheime Botschaften an den mongolischen Besatzern vorbei zu schmuggeln, wurden sie in Kuchen versteckt. Ein ganzer Volksaufstand wurde auf diesem Weg erfolgreich koordiniert. Später wurden die revolutionären Botschaften durch Sinnsprüche oder gute Wünsche ersetzt. Sogar als Geburtsanzeigen dienten in Kuchen eingebackene Botschaften. Der Glückskeks, wie wir ihn heute kennen, ist die Erfindung eines Japaners. Makato Hagiwara, der in San Francisco einen Teegarten besaß, reichte seinen Gästen den kleinen Keks als Beilage zum Tee. In Hongkong werden Glückskekse sogar für Anti-Drogen-Kampagnen eingesetzt.

icon  Fledermaus

Fledermäuse, zum Beispiel die Flughunde in den Tempelgrotten von Bali, werden als Gottheiten verehrt und als Glücksbringer angesehen. Das chinesische Wort "Fu" ist gleichbedeutend mit Fledermaus und Glück.
Eine rote Fledermaus bedeutet großes Glück, nicht nur wegen der dämonenabwehrenden Glücksfarbe, sondern weil das Wort für Rot (hung) das gleiche ist wie für riesig.

icon  Das Sonnenrad

Die Abbildung des Sonnenrad ist ein Glückssymbol. Die Inder sagen Swastika dazu. Das ist Sanskrit und bedeutet ‚glücklich sein’. Das Sonnenrad symbolisiert die Ursache allen Lebens: Die Bewegung. Dabei ist es wichtig, dass sich das Rad nach rechts dreht. Nur so kann positive Energie fließen. Die umgekehrte Richtung würde negative Energie bedeuten. Die Bewegung des Universums bringt ständig neues Leben hervor. Das Zeichen der Kreisbewegung ist als Zeichen der Wiedergeburt überall auf der Erde verbreitet

Das Gegenteil von einem Glückssymbolen ist ein Unglücksbringer

icon  Die Zahl 13

Freitag der 13. gilt im Volksglauben als ein Tag, an dem besonders viele Unglücke passieren. Der Wochentag als Jesus Todestag und die 13 als Pechzahl stammen aus christlicher Tradition. Die Furcht vor diesem Datum ist dennoch keine traditioneller Aberglaube, sondern kam erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf.
Wahrscheinlich stammt das Datum aus den USA. "Black Friday" Zwar begann der amerikanische Börsenkrach von 1929 schon an einem Donnerstag, aber im Allgemeinen Bewusstsein verknüpft er sich mit dem Freitag (25. Oktober 1929) "Black Friday"
Die krankhafte Angst (Paraskavedekatriaphobie) vor einem Freitag, dem 13. kann im Einzelfall so weit führen, dass Betroffene Reisen und Termine absagen oder sich an einem Freitag den Dreizehnten nicht aus dem Bett trauen.
In Deutschland jedoch taucht dieses Datum erstmals 1957 in einer Glosse von Thilo Koch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf. Darin macht er sich über das Verschieben von dem Stapellauf des Öltankers "Tina Onassis" wegen dem Unglücksdatum lustig.
Seitdem gibt es auch im Flugzeug keine Reihe 13, Hochhäuser werden ohne die 13. Etage nummeriert und bei Hotelzimmern wird auf die Zimmernummer 13 verzichtet. Auch bei der Formel eins gibt es auf dem Rennauto keine solche Nummer.
In Griechenland, Lateinamerika und in Spanien gelten Dienstage, die auf den 13. des Monats fallen, als Unglück. In Italien gilt Freitag der 17. als Unglücksdatum.
Bei den Chinesen und in der jüdischen Tradition gilt diese Ziffer dagegen als Glückszahl.

Einer anderen Theorie zufolge, hat die negative Konnotation von Zahl und Tag ihre Wurzeln in der Urgesellschaft. Im damals herrschenden Matriarchat hatten die Frauen das Sagen. Weibliche Göttinnen wurden verehrt und das Jahr nach den Mondphasen eingeteilt. Ein Mondjahr hat 13 Monate, denn eine Phase dauert, berechnet nach dem weiblichen Zyklus, 28 Tage (13 x 28 Tage = 364 Tage). Spätere Kulturen orientierten sich bei der Zeitrechnung an der Sonne. Mit dem Umbruch der Gesellschaft, der neuen Zeitrechnung und dem aufstrebenden Patriarchat musste der Freitag suspekt werden. Denn er war der Tag von Fraya, der altnordischen Göttin von Liebe- und Fruchtbarkeit, deren heilige Zahl zu allem Überfluss noch die 13 war.

icon  Die schwarze Katze

Das negative Bild der schwarzen Katze kommt aus dem Mittelalter, in der sie für Hilfsgeister der Hexen gehalten wurden. Zur Zeit der Hexenverfolgung wurden schwarze Katzen auch gejagt, um sie als Teufelstier auszurotten.
Wer eine schwarze Katze über den Weg läuft, dem bringt das Unglück. Um das zu verhindern, müssen drei Steine über die Katzenspur geworfen oder auf einen Stein gespuckt werden.

Hauptsache die Chemie stimmt? - Wissenschaftliche Überlegungen zum Glück

Schon immer strebten die Menschen nach Glück und Zufriedenheit. Das beweisen die Überlegungen der alten Philosophen. Heutzutage gehen Biologen und Chemiker dem Glück auf die Spur. Ist das ein Indiz dafür, dass wir seit Anbeginn suchen, und es noch immer nicht gefunden haben, dieses Glück?

Glück in der Philosophie

Die Definition von Glück in der (westlichen) Philosophie variiert je nach Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit und nach dem Menschenbild, das der jeweilige Philosoph vertritt. In der Antike war ein übergreifendes Verständnis von Glück vorherrschend. Glück bezieht sich dabei nicht auf einen Moment oder ein kurzweiliges Gefühl, sondern ist das erstrebenswerte Ziel eines Menschenlebens.

Nach Platon ist das Glück nicht in materiellen Gütern oder Reichtum zu finden, sondern bereits in einer übernatürlichen, nicht greifbaren Spähre vorhanden. Erfassen kann man es nur durch Weisheit und Tugend, die dem philosophierenden Menschen vorbehalten sind. Dieser objektive Glücksbegriff stellt den Menschen in Zusammenhang mit seiner Umwelt, den das persönliche Glück dient auch dem Glück der Mitmenschen.

Aristoteles sagt: "Glück ist das höchste Gut und Ziel des Lebens." Er stellt einen noch engeren Zusammenhang zwischen Gemeinschaft und dem Einzelnen her. Glückseligkeit ist nach ihm für den zu erlangen, der sein Leben tüchtig und tugendhaft meistert. Dazu gehört die Vollbringung eines Werkes, also die Ausübung einer Arbeit, die das Aufrechterhalten der Gemeinschaft garantiert. Zur Vollendung des Glücks trägt die Ausstattung mit hinreichenden materiellen Gütern bei.

Mit der zunehmenden Christianisierung der Gesellschaft erlangte der Aspekt des Glaubens im philosophische Verständnis von Glück an Bedeutung. Nach Augustinus ist das Glück das Endziel menschlichen Strebens, kann allerdings nicht durch materielle Güter erreicht werden, sondern nur durch die Nähe zu Gott. Dadurch entwickelt sich im Menschen eine geistige und seelische Tüchtigkeit, die dem eigenen sowie dem allgemeinen Wohl dient.

Noch stärker verankert ist der Glaube in Martin Luthers Einstellung zum Glück. Dieses ist irdisch gar nicht zu erreichen, sondern eröffnet sich erst im Jenseits. Es besteht also allein im Glauben an die biblischen Gesetze.

Die moderne Philosophie des Glücks ist unter anderem geprägt von Immanuel Kant und John Locke. Ganz im Sinne der Aufklärung billigt Kant der reinen Vernunft einen großen Stellenwert zu. Glück muss auch bei ihm immer im Einklang mit der Umwelt und den Mitmenschen gemessen werden. In der Einhaltung von bestimmten Rechten, sowohl geschriebenen als auch ungeschriebenen, liegt das allgemeine Glücksverständnis. Zwar erkennt Kant auch das Glück des einzelnen, welches mitunter durch egoistische Lebensweise entsteht, ordnet dieses aber dem allgemeinen Glück unter. Eine Hinwendung zu einem subjektiven Verständnis von Glück wagt John Locke , indem er alles, was Vergnügen bereitet, hinzu zählt. Lockes Denken und seine Schriften beeinflussten Thomas Jefferson beim verfassen der Unabhängigkeitserklärung der USA, in der es unter anderem heisst: Alle Menschen sind gleich und wurden von ihrem Schöpfer mit unveräußerlichen Rechten ausgestattet. Darunter sind Leben, Freiheit und das Streben nach Glück.

Weiterlesen:
Philosophie des Glücks im Glücksarchiv
Philosophie des Glücks bei Wikipedia

Psychologie des Glücks

Die Psychologie unterscheidet zunächst zwischen zwei Erscheinungsformen des Glücks, dem aktuellen Glückserleben (state/Zustand) und dem biographisch entwickelten Lebensglück (trait/Charakterzug). Während das aktuelle Glückserleben gekennzeichnet ist von starken positiven Emotionen, die Kreativität und Tatendrang hervorrufen, schafft das entwickelte Lebensglück ein konstantes Gefühl von Zufriedenheit, welches das Selbstbewusstsein stärkt und eine soziale Öffnung zur Folge hat. Psychologische Studien haben ergeben, dass viele Faktoren einen Einfluss auf das Glück oder zumindest das Glücksempfinden haben. Dazu zählen zum Beispiel die soziale und ökonomische Situation, aber auch Gesundheit, positive Ereignisse, Aktivität, Selbstwertgefühl und viele andere.

Einen neuen Begriff für eine alte Richtung in der Psychologie des Glücks prägte Mihaly Csikszentmihalyi: den Flow. Das bezeichnet die Fähigkeit des Menschens, vollkommen in einer Aktivität aufzugehen. Fühlen, Denken und Handeln sind in völligem Einklang miteinander und wir vergessen Zeit, Raum und uns selbst. Alles scheint wie von alleine zu passieren und alle Sorgen sind verflogen. Der Flow ist in vielen Bereichen des menschlichen Lebens zu beobachten, sehr häufig tritt er zum Beispiel beim Sport, bei der Arbeit, beim Spielen, beim Lesen und in der Partnerschaft auf. Der Flow verschafft uns ein Gefühl tiefer Zufriedenheit. Entscheidend dabei ist, dass nicht das Ziel, welches mit einer Aktivität verfolgt wird, den Flow auslöst. Die Motivation steckt in der Aktivität selbst. Das treibt uns an, immer weiter zu machen. Dennoch begünstigt eine feste Zielsetzung das Erlangen des Flow.

Weiterlesen:
Psychologie des Glücks im Glücksarchiv

Biochemische Vorgänge beim Glückserleben

Das Empfinden von Glück ist die Folge von chemischen Prozessen im Körper. Sogenannte Botenstoffe transportieren den Reiz von den Nervenzellen ans Gehirn. Ein wichtiger Glücksbotenstoff ist zum Beispiel Serotonin. Diese Botenstoffe werden in unterschiedlichen Situationen ausgeschüttet, zum Beispiel bei der Nahrungsaufnahme, beim Sport oder auch beim Geschlechtsverkehr. Situationen, die glücklich machen eben. Doch nicht jeder Mensch ist zu gleichen Glücksgefühlen fähig. Die genetische Veranlagung bestimmt über Art und Menge der Botenstoffproduktion.

Diese chemischen Vorgänge im Körper bilden die Grundlage für die Wirkung von Drogen. Sie veranlassen das Gehirn dazu, bestimmte Botenstoffe vermehrt auszuschütten und dadurch ein lang anhaltendes Glücksgefühl hervorzurufen. Doch auch Schokolade hilft, trübe Stimmungen zu vertreiben. Der hohe Zuckergehalt erleichtert die Aufnahme und Verarbeitung von Serotonin. So einfach ist das mit der richtigen Chemie.

Weiterlesen:
www.wissenschaft.de
www.3sat.de/nano

Wo wohnt das Glück?

Wie weit muss man reisen, um das Glück zu finden? Oder ist es zuhause doch am schönsten? Verschiedene Forscher haben in naher Vergangenheit versucht herauszufinden, wo die Menschen am glücklichsten sind. Die Ergebnisse waren so unterschiedlich wie überraschend.

Glückskarte

Adrian White von der University of Leicester veröffentlichte im August 2006 die Weltkarte des Glücks. Seine Erkenntnisse basieren auf Umfragen unter 80.000 Menschen aus 178 verschiedenen Ländern. Hierbei sollte der perönliche Grad von Zufriedenheit und Glück angegeben werden. Kombiniert wurden die Umfrageergebnisse anschließend mit Daten von verschiedenen Organisationen über die Bildungs- und Gesundheitssysteme und den Wohlstand in den Ländern. Bei dieser Methode landete Dänemark auf dem ersten Platz, gefolgt von der Schweiz, Österreich und Island. Deutschland belegt hier Platz 35, Schlusslichter sind die afrikanischen Staaten Kongo, Zimbabwe und Burundi.

Zumindest bei den Schlusslichtern besteht Einigkeit zwischen Whites Studie und dem Happy Planet Index der New Economics Foundation (NEF). Spitzenreiter ist hier allerdings die Pazifikinsel Vanuatu, gefolgt von lateinamerikanischen Ländern und der Dominikanischen Republik. Deutschland belegt hier lediglich Platz 81 zwischen dem Oman und Kroatien. Diese Abweichung zur ersten Studie kommt durch die unterschiedliche Herangehensweise zustande. Neben der allgemeinen Lebenszufriedenheit und der durchschnittlichen Lebenserwartung ist der sogenannte ökologische Fußabdruck entscheidend. Er drückt einen Vergleich zwischen dem Verbrauch von natürlichen Ressourcen und der Fähigkeit der Erde, diese zu produzieren aus, also eine Art Angebots- und Nachfrage-Rechnung. Menschen in Industrieländern haben aufgrund des hohen Ressourcenverbrauchs also einen größeren ökologischen Fußabdruck als beispielsweise die Bewohner von Vanuatu. Die Menschen dort sind also vielleicht genauso glücklich, wie wir hier in Deutschland, brauchen aber wesentlich weniger Ressourcen zu ihrem Glück. So beeinflusst die vordergründig ökologische Komponente dann über die Hintertür das Glück.

Den deutschlandweiten Glücksatlas gibt jährlich die Deutsche Post heraus.

Weiterlesen:
Happy Planet Index
Deutsche Post Glücksatlas

Von Glückskeksen, Mandeln und Schweinchen - Bräuche, die Glück bringen

In allen Kulturen gibt es Bräuche, die Glück bringen sollen. Sie wurden vor langer Zeit erfunden, um schlechten Momenten entgegen zu wirken und sich positive Erlebnisse zu erhoffen. Heute werden diese Bräuche aus Tradition fortgeführt, jedoch wissen wir meistens gar nicht, welche Bedeutung der Brauch hat oder wie er entstanden ist. Das haben wir recherchiert und ihr könnt es heute hier nachlesen.

Bräuche in Deutschland bei einer Hochzeit:

Polterabend
Mit dem Lärm von zerbrechenden Töpfen und Pfannen, Kannen und Krügen vor dem Haus der Braut wird geglaubt, die bösen Geister fortscheuchen zu können. Weil Glas ein Symbol für Glück ist, das ja gerade in der zukünftigen Ehe heil bleiben soll, darf kein Glas zerworfen werden. Die Polterscherben müssen auf jeden Fall aus Steingut oder Porzellan bestehen. Braut und Bräutigam fegen die Scherben gemeinsam zusammen als Symbol dafür, dass sie in der Ehe Probleme gemeinsam lösen werden.

Das Wetter
Das Wetter hat angeblich großen Einfluss auch das Glück des Brautpaares. So sollte keinesfalls bei abnehmendem Mond geheiratet werden, damit auch das Glück nicht abnimmt. Ebenso sollte am Vormittag, wenn die Sonne noch steigt das Ja-Wort gesprochen werden - dann steigt auch das Glück der Brautleute. Bei Regen hingegen kann mit dem althergebrachten Spruch: "Wenn es regnet am Altar, bringt es Glück für viele Jahr", das gute Los auf seine Seite gezogen werden. Diese Bedeutung entstammt der Tatsache, dass Regen eine reiche Ernte in Form von vielen Kindern bringt.

Blumenkinder
Beim Auszug des Brautpaares aus der Kirche streuen Blumenkinder Blüten und Blumen zu Füßen von Braut und Bräutigam. Sie sollen damit den Kindersegen bringen. Auch die Blumen selber, die sie streuen, symbolisieren Fruchtbarkeit.

Bräuche in Deutschland zu Silvester:

Glückskekse für Freunde
Wer Freunden und Verwandten im neuen Jahr Glück bescheren will, sollte kleine Gebäcke in Formen von Glücksbringern backen. Entscheidende Zutat sind dabei Münzen, die Glück und Wohlstand bringen.
Mandel im Dessert
Im Dessert des Sylvesterabends wird eine Mandel versteckt. Derjenige, der die Mandel in seinem Nachtisch hat, wird das ganze Jahr über Glück haben.

Schwein gehabt, Glück gehabt
Alle Gerichte rund um das Schwein sind die besten Glücksboten fürs neue Jahr. Egal ob Marzipanferkelchen, Saurüssel oder Schweinskopfsülze, das Schwein ist ein Symbol für Wohlergehen und Glück.

Vorsicht mit Enten
An Neujahr sollte auf keinen Fall Geflügel serviert werden, da nach altem Glauben das Glück mit dem Federvieh davonfliegt!

Andere Länder, andere Sitten ... Im Folgenden erfahrt ihr etwas über Bräuche in anderen Kulturen, wie diese das neue Jahr beginnen und Glück bringen:

Brasilien
Die meisten Leute tragen am Vorabend des neuen Jahres weiße Kleidung, um Glück und Frieden für das neue Jahr zu erhoffen. Um Mitternacht gehen die Leute zum Strand und werfen Blumen in das Meer. Die Göttin des Meeres soll ihnen Glück und Reichtum bringen.

China, Korea, Vietnam
Vor Beginn des Neujahrsfestes wird das Haus mit Bambuszweigen gründlich geputzt, um die bösen Geister zu vertreiben. Während der Neujahrstage würde die Gefahr bestehen, auch das Glück hinauszukehren. Mit Beginn des neuen Jahres werden ab 23 Uhr alle Fenster geöffnet, um das neue Jahr hereinzulassen.
Am letzten Tag des alten Jahres findet das große, fröhliche "Reunion-Dinner" statt, bei dem Kinder und Unverheiratete Geldbeträge in kleinen roten Tüten mit Glückssymbolen erhalten

Griechenland
In Griechenland wird an Neujahr das Basiliusbrot, auch Vasiliuskuchen genannt, aus Hefeteig gebacken und mit Anis, Sesam und halbierten Mandeln verfeinert. In jedes Brot wird eine Münze versteckt (eingebacken). Vom Hausherren wird das Brot dann angeschnitten und das erste Stück symbolisch zur Erinnerung dem Heiligen Basilius gereicht, der ein sozial engagierten Bischof und Kirchenvater war.
Danach erhält jedes Familienmitglied ein Stück. Wer dann in seinem Brotstück die Münze findet, hat im ganzen kommenden Jahr Glück.

Israel
Die Juden grüßen sich am Neujahrsfest mit dem Wunsch: "Du mögest für ein gutes Jahr eingeschrieben sein. "Diesem Wunsch liegt die Annahme zugrunde, dass Gottes Urteil an diesem Tag in ein Buch eingetragen wird. Viele gläubigen Juden bleiben die erste Nacht des neuen Jahres wach, um das Glück nicht zu verschlafen und um selbst im Traum keine Sünde zu begehen.

Italien
Zum Jahreswechsel werfen manche ItalienerInnen nach Mitternacht Geschirr und Gläser aus ihren Fenstern und Wohnungen, was Glück bringen soll.

Japan
Während des Neujahrsfestes werden Klöße aus Klebreis, Mochi genannt, in einem Mörser zu Brei gestampft und traditionell am Neujahrsmorgen gegessen. Die Japaner glauben, dass ihr Verzehr Glück bringt -und ein langes Leben. Doch das Gegenteil ist der Fall: Jedes Jahr bleiben einigen die äußerst klebrigen Reisklöße buchstäblich im Hals stecken, teilweise sind Japaner auch schon daran erstickt.

Slowakei
Der Neujahrstag gilt in vielen Dingen als Spiegelbild des folgenden Jahres: Morgenröte sowie Stürme bedeuten Missernte und Armut, leichter Regen dagegen gilt als Vorhersage einer guten Ernte. Abfälle werden nicht hinaus getragen, weil man das Glück nicht wegwerfen möchte. Auch gibt es immer viel zu essen, damit über das Jahr nicht Hunger gelitten werden muss.

Spanien
Zwölf mitternächtlichen Glockenschläge läuten das neue Jahr ein: Nach jedem Glockenschlag wird eine Weintraube ("Glückstrauben" uvas de suerte) verzehrt und sich dabei etwas gewünscht. Beim 12. Gong müssen alle Trauben verspeist sein, da sonst Unglück im neuen Jahr riskiert wird. Daraufhin wird in die Sektgläser ein goldener Ring in das Glas geworfen, mit denen die Menschen dann anstoßen und auf Glück hoffen. Am Silvester- und Neujahrstag sollen auch rote Dessous Glück bringen.

Glück in den Medien

Das Thema Glück scheint ein Dauerbrenner zu sein. Diverse Zeitungen und Online-Magazine widmen sich diesem Thema. Von der Literatur und der Film- und Fernsehwelt wurde das Glück schon längst als Sujet entdeckt. Wir haben euch eine kleine Auswahl an Beispielen zusammengestellt.

Literatur

Hans im Glück
Hans im Glück erschien in der Sammlung Kinder- und Hausmärchen, die die Brüder Grimm zwischen 1810 und 1815 vorgenommen haben.
Der Geselle Hans wird für seine siebenjährige Arbeit mit einem Klumpen Gold entlohnt, den er schrittweise eintauscht in ein Pferd, eine Kuh, ein Schwein, eine Gans und einen Schleifstein. Aufgrund siner positiven Einstellung und seiner naiven Weltsicht empfindet er den Tausch immer als großes Glück und als die Erlösung von einer Last, die er mit dem jeweiligen Gegenstand oder Tier hatte. Der Wertverlust durch den Tausch betrübt ihn nicht, da er ihm nicht auffällt. Als ihm letzten Endes auch noch der Schleifstein in einen Brunnen fällt, kehrt er ohne jeglichen materiellen Besitz heim und freut sich des Lebens ohne Belastungen. Im Vordergrund seines Lebens steht immer das Sein, nie das Haben.
Online-Ausgabe im Projekt Gutenberg

Anleitung zum Unglücklichsein
Es gibt unzählige Bücher, die versprechen, die Geheimnisse des Glücks zu offenbaren. Das jedes ein anderes Rezept parat hat, mag ein Zeichen der Vielfältigkeit des Glücks sein. Oder dafür, dass sich Glücksbücher jeglicher Art immer gut verkaufen. Der österreichische Kommunikationswissenschaftler und Psychotherapeut Paul Watzlawick setzte dem 1988 seine Anleitung zum Unglücklichsein entgegen.
In verschiedenen Geschichten, Anekdoten und Metaphern verrät er den Lesern, wie er sein Leben so unerträglich wie möglich gestaltet und die größte Bedeutung in trivialste Probleme zu legen. Häufig fühlt man sich ertappt und findet sich in einer der beschriebenen Situationen wieder. Gleichsam ironisch und zynisch hält Watzlawick uns den Spiegel vors Gesicht. Befolgt man seine Anweisungen nicht, könnte das vielleicht zum Glück führen.
Watzlawick, Paul: Anleitung zum Unglücklichsein; Erstveröffentlichung 1983

Komm, wir finden einen Schatz: die Geschichte wie der kleine Tiger und der kleine Bär das Glück der Erde suchen
Autor Janosch ist Groß und Klein bekannt als der Schöpfer der Tigerente. In vielen seiner Bücher für Kinder und auch in Romanen für Erwachsene geht es um das Glück. Ein sehr bekanntes Beispiel ist Komm wir finden einen Schatz:
Bär und Tiger überlegen, was das größte Glück der Erde wären und einigen sich auf Reichtum. Man könne sich alles kaufen, vom Fisch zu raffinierten Sommeranzügen. Also beschließen die beiden, einen Schatz finden. Sie graben und graben, können aber keinen Schatz finden. Stattdessen treffen sie verschiedene Gestalten, die alle einen anderen Vorschlag haben, was das größte Glück der Erde wäre und wo der Schatz zu finden sei. Plötzlich finden sie einen Baum mit Goldäpfeln, die sie in Geld umtauschen. Das Glück scheint perfekt, wären da nicht der vermeintlicher Beamte des Königs und der Räuber, die sie durch List und Diebstahl um das Geld bringen. Traurig kehren sie nach Hause zurück und stellen beim gemeinsamen Abendbrot mit Freunden fest, dass das wahre Glück ganz nah ist: im Summen der Bienen, im Gesang des Zaunkönigs und im gekochten Blumenkohl.
Janosch: Komm, wir finden einen Schatz. Die Geschichte, wie der kleine Bär und der kleine Tiger das Glück der Erde suchen; Erstveröffentlichung 1979

Film und Fernsehen

Abenteuer Glück
Ein Jahr reiste Annette Dittert für den WDR um die Welt auf der Suche nach dem Glück. Sie machte Station in Hawaii, Mali, Indien und China und dokumentierte ihre Erfahrungen in einer vierteiligen Filmreihe. Was bedeutet Glück in anderen Ländern oder in anderen Religionen? Diese Fragen bildeten den Antrieb für ihre Reise. In jeder Folge begleitet sie einen Einwohner des jeweiligen Landes auf dessen persönlicher Suche nach dem Glück. Fundierte Hintergrundinformationen über Land und Leute, Religion und Glückssymbole runden die Filme ab.
Die vier Folgen wurden bereits Anfang 2006 ausgestrahlt.
Die Ergebnisse von Annette Ditterts Reise sind allerdings auf einer sehr schön gestalteten Webseite zusammengetragen.

Gernstls Reisen – Auf der Suche nach dem Glück
Für Franz Xaver Gernstl ist Glück der Normalzustand des Menschen. Nur weil der Mensch zuviel darüber nachdenkt, was besser sein könnte, redet er sich ein, er wäre unglücklich. 1983 kaufte Gernstl sich einen Kleinbus und fuhr los. Ausgestattet mit Kamera und Mikrofon begab er sich auf die Suche nach Menschen, die wissen, wie man richtig lebt.
In der Fernsehserie Gernstl unterwegs präsentierte er die schönsten Begegnungen, die anregendsten Gespräche und die verrücktesten Lebenswege. Einige Episoden aus der beliebten und zweimal mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Serie wurden 2006 zu einem Kinofilm zusammengefügt. Entstanden ist eine gleichsam anrührende wie erheiternde Dokumentation von über 20 Jahren Glück in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Südtirol.
Gernstls Reisen – Auf der Suche nach dem Glück, auf DVD erhältlich seit September 2006
www.gernstls-reisen.de

Herr Rossi sucht das Glück
Die Zeichentrickfilmfigur Herr Ro ssi des Italieners Bruno Bozzetto spielte sich in den 60er und 70er Jahren in die Herzen der Zuschauer und wurde schnell zum Kult. Es entstanden sieben Kurzfilme und drei Fernsehserien. Eine davon ist Herr Rossi sucht das Glück :
Der Angestellte Herr Rossi ist gelangweilt von seinem tristen, freudlosen Leben. Eines Tages schenkt ihm eine Fee eine magische Trillerpfeife, mit der er durch die Zeit reisen kann. Begleitet wird er vom Hund seines Chefs, der ihm schnell ein treuer Gefährte wird. In den verschiedenen Episoden verschlägt es sie nun ins alte Rom, in die Steinzeit, ins Mittelalter, ins Märchenland, in die Zukunft und an andere Orte. Doch Herr Rossi muss feststellen, dass die anderen Epochen ihm keineswegs das Glück auf dem Silbertablett servieren. Stattdessen halten sie alle ihre ganz eigenen Tücken für ihn bereit. Zurück in der Gegenwart stellt er fest, was für ein Glück es ist, einen Freund wie den Hund Gastone zu haben und wie schön es sich in der Gegenwart lebt.
Herr Rossi sucht das Glück sowie andere Kurzfilme von Bruno Bozetto sind auf DVD erhältlich.
Webseite von Herr Rossi sucht das Glück

Glückszitate

"An den Pessimismus gewöhnt man sich zuletzt wie an ein zu enges Sakko, das sich nicht mehr ändern lässt. Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird glücklich."
(André Gide, 1869 - 1951, französischer Schriftsteller)

"Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin, dass du immer willst, was du tust."
(Leo Tolstoi, 1828 – 1919, russischer Schriftsteller)

"Das Glück besteht nicht in großen Erfolgen oder in der Sicherung des einmal Erreichten. Das Glück besteht allein in der Pflichterfüllung und darin, dass man zu dem steht, was man für richtig hält, auch wenn man dabei unterliegt."
(Konrad Adenauer, 1876 – 1967, deutscher Politiker, im Gespräch mit Anneliese Poppinga, 1962)

"Das Glück ist wie die Sonne . Ein wenig Schatten muss sein, wenn es dem Menschen wohl werden soll."
(Otto Ludwig, 1813 – 1865, deutscher Schriftsteller) 

"Das Glück ist ein Schmetterling: Jag ihm nach, und er entwischt dir. Setz dich hin, und er lässt sich auf deiner Schulter nieder."
(Anthony de Mello, 1931 – 1987, indischer Jesuitenpriester)

"Das Glück entflieht uns, wenn wir hinter ihm herrennen. In Wahrheit kommt das Glück von innen."
(Mahatma Gandhi, 1869 - 1948, Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung und Verfechter des gewaltlosen Widerstands zur Durchsetzung politischer Ziel)

"Das größte Geheimnis des Glücks ist, mit sich selbst im Reinen zu sein."
(Bernard Le Bovier de Fontenelle, 1657 – 1757, französischer Schriftsteller)

"Glück ist vor allem das stille, frohe, sichere Bewusstsein der Schuldlosigkeit."
(Henrik Ibsen, 1828 – 1906, norwegischer Schriftsteller)

"Das höchste Glück des Menschen ist die Befreiung von der Furcht ."
(Walther Rathenau, 1867 – 1922, deutscher Industrieller und Politiker)

"Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen."
(Wilhelm Busch, 1832 – 1908, deutscher Zeichner und Dichter)

"Der Mensch ist ein zielstrebiges Wesen: er sucht das Glück."
(Manès Sperber, 1905 – 1984, österreichisch-französischer Schriftsteller)

"Der Unterschied zwischen Vergnügen und Glück ist derselbe wie zwischen einem Kahn und einem Ozeandampfer. Auf den Tiefgang kommt es an."
(Ewald Balser, 1898 – 1978, deutscher Schauspieler)

"Ein Glück, das man nie gekannt, zu entbehren , tut nicht weh, weh aber, ein Glück zu verlieren , an das man gewöhnt war."
(Thukydides, 460 v. Chr. – 396 v. Chr., griechischer Historiker, Peloponnesischer Krieg)

"Ein Pfund Mut ist mehr wert als eine Tonne Glück."
(James Garfield, 1831 – 1881, US-amerikanischer Politiker)

"Glück ist ein Parfüm, das du nicht auf andere sprühen kannst, ohne selbst ein paar Tropfen abzubekommen."
(Ralph Waldo Emerson, 1803 – 1882, US-amerikanischer Philosoph und Dichter)

"Glück ist immer das, was man dafür hält."
(Ingrid Bergman, 1915 – 1982, schwedische Schauspielerin)

"Glück ist wie ein kleiner, lebhafter Hund, der mit dem Schwanz wedelt. Glück kann aber auch sein, einen kleinen, traurigen Hund zu streicheln, so dass er anfängt, mit dem Schwanz zu wedeln!"
(Willy Breinholst, *1918, dänischer Humorist und Autor)

"Glück ist, wenn man dafür geliebt wird, wie man eben ist."
(François Lelord, *1953, französischer Psychologe und Schriftsteller)

"Glück und Glas , wie schnell bricht das!"
(Publilius Syrus, 1 Jh. v. Chr., römischer Mimendichter)


"Man muss nur warten können, das Glück kommt schon."
(Paula Modersohn-Becker, 1876 – 1907, deutsche Malerin)

"Verzage nicht, auch bei allzu großem Leid; vielleicht ist das Unglück die Quelle eines Glücks."
(Menandros, 341 v. Chr. – 292 v. Chr., griechischer Komödiendichter, Fragmente, 306)

"Wenn man Gerechtigkeit im Kleinen übt, so hat man im Kleinen Glück, wenn man sie im Großen übt, so hat man im Großen Glück. Mit dem Unheil ist es nicht so. Wenig ist immer noch schlimmer als gar nichts."
(Lü Bu We, chinesischer Politiker und Philosoph, ca. 300 v. Chr. - ca. 235 v. Chr.)

"Wer Freude genießen will, muss sie teilen. Das Glück wurde als Zwilling geboren."
(George Lord Byron, 1788-1824, englischer Dichter)

"Zufriedenheit bringt auch in der Armut Glück; Unzufriedenheit ist Armut, auch im Glück."
(Konfuzius, 551 v. Chr. – 479 v. Chr., chinesischer Philosoph)

"Zum Glück brauchst du Freiheit , zur Freiheit brauchst du Mut."
(Perikles, 493 v. Ch. – 429 v. Chr., griechischer Staatsmann und General)

"Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit."
(Søren Kierkegaard, 1813 – 1855, dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller)

"Man weiß selten was Glück ist, aber man weiß meistens, was Glück war."
(Francoise Sagan, 1935 – 2004, französische Schriftstellerin Sprichwörter aus anderen Ländern)

 

0  Kommentare

Schreibe einen Kommentar zu dieser Seite

Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

4324 + 4

 
 
 

© 2017 jugendnetz-berlin.de – Alle Rechte vorbehalten