Psychisch erkrankt?!

Psychisch erkrankt?! Titelbild

Diese Rubrik richtet sich an Fachkräfte, wie Pädagogen, Lehrerinnen, Sozialarbeiter und Multiplikatorinnen der Jugendarbeit, die vielleicht bei ihrer täglichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, auf die ein oder andere Auffälligkeit stoßen, die sie zu der Annahme kommen lassen, eventuell könnte dieses/r Kind/Jugendliche an einer psychischen Erkrankung leiden.

Diese Übersicht soll euch psychische Erkrankungen zugänglich und verständlich machen, indem einzelne psychische Erkrankungen erklärt wurden, damit ihr dann eure Kinder und Jugendlichen mit gutem Gewissen an Fachleute, wie Ärzte, Psychiaterinnen und Therapeuten weiterleiten könnt - denn es bleibt zu sagen, dass nur diese Menschen schlussendlich die Diagnose stellen können und sollten.



Rund 18 % der Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 0 und  17 Jahren sind psychisch erkrankt - dies ergab die Bella Studie "Erkenntnisse zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland", die zwischen 2003 bis 2012 mehrere Basiserhebungen zu diesem Thema vornahm.

Die dabei am häufigsten vertretenen psychischen Erkrankungen sind hierbei, Angststörungen, dissozial-aggressive Verhaltensstörungen, depressive und hyperkinetische Störungen. Während Angststörungen vom Kindesalter zur Pubertät hin in ihrer Häufigkeit abnehmen, vergrößert sich der Anteil an dissozial-aggressiven und depressiven Störungen zur Pubertät hin und darüber hinaus.

Für einen ausführlichen Bericht, könnt ihr euch in der Bella Studie oder in dem Bericht über Kinder - und Jugendgesundheit in Deutschland informieren.

Affektive Störung: die Depression

DEpression Bild pixelioDepressionen sind psychische Störungen, bei denen Betroffene über längere Zeiträume über eine ausgeprägte Niedergeschlagenheit, Lust- und Freudlosigkeit klagen.
Dinge, die zuvor immer Spaß machten, können die Stimmung nicht mehr aufhellen.

An Depression erkrankte Menschen meiden soziale Kontakte, fühlen eine innere Leere und können die alltäglichen Dinge nicht mehr bewerkstelligen. Die Gedanken sind von pessimistischen und hoffnungslosen Gedanken geprägt, die nicht zuletzt in erdachten oder ausgeführten Suizidversuchen münden.                                         

Man unterscheidet zwischen:

- leichten depressiven Episoden
- mittelgradig depressiven Episoden
- schwere depressive Episoden, mit oder ohne psychotische Symptome
und rezidivierenden depressiven Störungen (gegenwärtig leicht, mittelgradig, schwer - mit oder ohne psychotische Symptome),

die sich in Ausmaß und Dauer unterscheiden.

Von der rezidivierenden depressiven Störung spricht man, wenn sich depressive Episoden stetig wiederholen. Dabei können sich die Episoden in Stärke als auch Form stets unterscheiden.

Depression1Durchlebt ein Mensch über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen folgende Situation, kann dies auf eine Depression hinweisen:

- sich niedergeschlagen, deprimiert fühlen oder gedrückter Stimmung sein
- Interessenverlust an Dingen, die zuvor Freude bereitet haben
- Antriebsmangel, erhöhte Ermüdbarkeit
- sich isolieren
- das Gefühl von innerer Leere

Bildquelle: www.pixelio.de

Begleitend dazu können weitere Beschwerden auftreten, z. B. Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, mangelndes Selbstvertrauen, Schuldgefühle und Wertlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Schlafstörungen oder Appetitverlust. Viele Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, leiden auch unter verschiedenen körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Verdauungsproblemen, oder sexuellen Funktionsstörungen.

Die Beschreibung einer Depression laut der Internationalen statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) findet ihr unter F32-33 (bitte zur Mitte scrollen): www.dimdi.de

Selbsttest: www.buendnis-depression.de/depression/selbsttest.php

Beschreibung einer Depression durch www.psychenet.de - sehr empfehlenswert deren Arbeit!

Essstörungen - Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren

Die Essstörung wird als Verhaltensauffälligkeit mit körperlichen Störungen und Faktoren in der ICD-F50 kategorisiert. Es ist daher eine Verhaltensstörung, die zu langwierigen körperlichen, teils auch irreparablen Schäden, bis hin zum Tod, führen kann. 

Man unterscheidet bei einer Essstörung zwischen den drei am häufigsten verbreiteten Typen:

Binge Eating, Bulimia Nervosa und Anorexia Nervosa.
Zusätzlich kommen noch Atypien und Mischerkrankungen vor.

Für Für eine erste Prognose ist der BMI nützlich.

Für Erwachsene gilt folgende Einordnung:

- Untergewicht: BMI weniger als 18,5
- Normalgewicht: BMI 18,5 bis 24
- Übergewicht: BMI ab 25
- Starkes Übergewicht (Adipositas): BMI über 30
- Extreme Adipositas: BMI über 40

Das Gewicht von Leistungssportler_innen, Bodybuilder_innen, Schwangeren und stillenden Mütter kann nicht mit dem BMI beurteilt werden.

Für mehr Informationen zum BMI klickt bitte hier: www.bzga-essstoerungen.de

Für Fortbildungsangebote und Tipps für Pädagog_innen, Sozialarbeiter_innen & Lehrer_innen folgt bitte den Links:

- Fortbildungsangebote von BZgA: www.bzga-essstoerungen.de

- Tipps & Tricks, wie man mit Betroffenen umgehen kann
www.bzga-essstoerungen.de

Anorexia Nervosa/ Magersucht

Magersucht KalorienzählenDie Magersucht ist eine Erkrankung, bei der Betroffene, auf Grund einer falschen Körper- und Ich-Wahrnehmung, anfangen, ihren Hunger in einem schädlichen Maß zu kontrollieren, sodass die tägliche Nahrungsaufnahme immer mehr reduziert wird.

Betroffene fühlen sich zu dick, hässlich und minderwertig, oftmals geht ein Selbsthass einher.
Vor allem die eingeschränkte Auswahl von Lebensmitteln, u.a. sehr kalorienlos und füllend und das exzessive Sporttreiben sind Magersucht Körpercharakteristisch für an Anorexia nervosa erkrankte Menschen, denen man die Abmagerung und Krankheit ansieht.

Erkrankte haben einen BMI von < als 18,5. Die Magersucht kann schließlich zum Tod führen, da der Körper nicht mehr suffizient versorgt wird.

Magersucht EssensrationAnzeichen für Magersucht:

- kein Gefühl für den Körper und seine Bedürfnisse haben
- der Körper erscheint als Feind, er wird bekämpft
- sich ständig wiegen
- sich immer zu dick fühlen, auch dann, wenn das Gewicht sinkt
- der Kopf hat die Kontrolle
Das gibt das Gefühl, unabhängig und selbstständig zu sein
- übertriebene Sparsamkeit oder extreme Reinlichkeit
- ausgesprochen spartanische Lebensweise, keine Entspannung oder Beschäftigungen, die Spaß machen
- Rückzug von Familie, Freundinnen/Freunden etc.
- Schwarz-Weiß-Denken und depressive Verstimmungen.
- nach bestimmten Essensregeln leben, Essen ritualisieren
- extrem langsam, extrem heiß oder sehr kalt essen
- Baby- oder Kindernahrung, breiige Kost bevorzugen
- kalorienarme Lebensmittel und Getränke bevorzugen
- einseitige Lebensmittelauswahl
- gegenüber anderen das Essen vortäuschen, z. B. kauen und dann wieder ausspucken
- für andere kochen und backen, Rezepte sammeln, Kochsendungen sehen und andere zum Essen animieren
- vieles im Stehen machen
- sich Kälte aussetzen, um mehr Kalorien zu verbrauchen
- exzessiv Sport treiben oder schwere Taschen/Rucksäcken tragen
- sich nicht eingestehen, dass man krank ist

Bildquellen: www.pixelio.de

Die Bundeszentrale für politische Bildung (BZgA) informiert ausführlich über Magersucht unter: www.bzga-essstoerungen.de

Die Beschreibung einer Magersucht, laut der Internationalen statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD), findet ihr unter F50: www.dimdi.de

Zusätzlich eine sehr ausführlich und gute Seite über Magersucht: www.magersucht.de

Ebenfalls empfehlenswert ist auch das Projekt "Gut Drauf!" von der BZgA!
Infomaterialien gibt es hier unter: www.gutdrauf.net

Beschreibung der Magersucht durch www.psychenet.de - sehr empfehlenswert deren Arbeit!

Dünn bis in den Tod- wie sich junge Mädchen tot hungern - Dokumentation

Bulimia Nervosa/ Bulimie/ Ess-Brecht-Sucht

BulimieDie Bulimie ist gekennzeichnet von häufig auftretenden, unkontrollierbaren (Fr)essanfällen und anschließendem Erbrechen der zu großen Nahrungsmengen, aus Angst vor der Gewichtszunahme.

Bulimiker_innen können, fangen sie einmal an zu essen, nicht mehr aufhören, sodass es nur das Hungern oder das (Fr)essen für sie gibt.

Ihnen allerdings sieht man das gestörte Essverhalten zumeist nicht äußerlich an, da sie oftmals einen BMI im normalen Bereich haben (18,5 - 24).

Das Verbergen der Krankheit - Unmengen an Essen kaufen, ständig Termine absagen und oftmals nicht in Gesellschaft mit anderen essen - dominiert ihr Leben. Oftmals findet auch der Missbrauch von Medikamenten, wie Laxantien (Abführmittel) und Diuretika (Entwässerungsmittel), statt. 




Bildquelle: www.jugendfotos.de

Anzeichen für Bulimie:

- das Essen in der Öffentlichkeit wird gemieden oder findet nur statt, wenn der/die Betroffene sicherstellen kann, dass sie/er anschließend zu Hause ungestört weiter(fr)essen kann
- große Lebensmitteleinkäufe
- ständiges Wechseln der Supermärkte
- ständige Ausreden, warum nicht mitgegessen werden kann, warum keine Treffen zum Essen usw.
- keine geregelten Mahlzeiten
- Lebensmittel werden gehortet
- teils hohe Verschuldungen durch permanente Lebensmitteleinkäufe
- (Fr)essanfälle passieren heimlich
- bei (Fr)essanfällen wird das Essen hinuntergeschlungen
- Scham- und Schuldgefühle nach (Fr)essanfällen
- Selbstekel & -hass und das Gefühl, nicht normal zu sein
- ständiges, kurzfristiges Absagen von Terminen
- Perfektionisten
- Isolation
- depressive Verstimmungen

Die Bundeszentrale für politische Bildung (BZgA) informiert ausführlich über die Bulimie unter: www.bzga-essstoerungen.de

Die Beschreibung einer Bulimie, laut der Internationalen statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD), findet ihr unter F50: www.dimdi.de

Sarahs Weg aus der Bulimie - Dokumentation

Über das Versteckspiel von Bulimieerkrankten - eine kurze Zusammenfassung

Binge-Eating

Beim Binge Eating essen Betroffene über ihr Hungergefühl hinaus weiter, da sie ein gestörtes Hunger- und Sättigungsgefühl haben.
Das gesamte Leben dreht sich nahezu nur um Essen.

Im Gegensatz zur Bulimie werden allerdings nach dem Fressanfall keine Gegenmaßnahmen, wie Erbrechen, Sport oder Medikamentenmissbrauch, betrieben.

Während der Anfälle sind die Menschen nicht fähig, sich zu stoppen.
Häufige Diätversuche, mit frühzeitigem Abbruch, kennzeichnen an Binge Eating Erkrankte.
Diese gescheiterten Versuche führen dann zu einer weiteren Gewichtszunahme und erhöhen die Schuld- und Schamgefühle der Betroffenen, was wiederum zu weiteren (Fr)essanfällen führt.

An Binge-Eating Erkrankte haben oft einen BMI ab 25 bis hin zu über 40, womit man es dann mit einer sehr gefährlichen, extremen Adipositas zutun hat.

Anzeichen für die Binge-Eating-Störung:

- häufige Heißhungeranfälle
Dabei werden große Mengen von Lebensmitteln verzehrt. Manchmal wird aber auch ständig gegessen, die Nahrung kontinuierlich über den Tag verteilt aufgenommen, und es gibt keine festen Mahlzeiten.
- zwischen den Essanfällen wird mal sehr restriktiv, dann wieder unkontrolliert gegessen
- fehlende Regelmäßigkeit in der Ernährung
- häufiges Diäthalten und Abbruch von Diäten
- Störung der Hunger- und Sättigungswahrnehmung
- geringe körperliche Bewegung und Aktivität
- bewegungsarme Freizeitbeschäftigungen wie Fernsehen und Computer spielen werden bevorzugt
- Gefühle (Ärger, Wut, Traurigkeit, Freude) werden verdrängt

Die Bundeszentrale für politische Bildung (BZgA) informiert ausführlich über Binge-Eating unter: www.bzga-essstoerungen.de

Englischsprachige Dokumentation über Binge-Eating

Neurotische Störungen: Angststörungen

Bei einer Angststörung ist der/die Betroffene unkontrollierten und heftigen Angstanfällen ausgeliefert, die sich durch u.a. Herzrasen, Zittern, Brustschmerz, Erstickungsgefühle, Schwindel und Entfremdungsgefühle (Depersonalisation oder Derealisation) zeigen können. Die Angst dient also nicht mehr als Schutzfunktion, sondern schränkt ein und dominiert das Leben der Betroffenen massiv. Ein Gefühl des Ausgeliefertseins und des Kontrollverlusts wird zum permanenten Begleiter.

Phobische Störungen

Phobische Attacken treten bei konkreten, zumeist ungefährlichen Situationen auf. Betroffene versuchen diese Situation bewusst zu vermeiden und entwickeln eine Angst vor den angstauslösenden Situationen. Die Phobie kann manchmal soweit fortschreiten, dass Betroffene ihr Haus oder ihre Wohnung nicht mehr verlassen (können).

- Agrophobie

Bei der Agrophobie lösen große Menschenmengen auf z.B. weiten, öffentlichen Plätzen oder Geschäfte, Angstanfälle aus. Sie kann sich allerdings auch in Schwierigkeiten öffentliche Verkehrsmittel alleine zu benutzen, äußern. Die Angst, nicht flüchten zu können, ist hierbei die treibende Kraft.

- Klaustrophobie
Hierbei lösen enge oder abgeriegelte Räume, bei denen die Fluchtmöglichkeiten nicht klar auszumachen sind oder nur schwierig zu erreichen wären, Angstattacken aus.

Die Beschreibung phobischer Störungen, laut der Internationalen statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD), findet ihr unter F40: www.dimdi.de

Panikstörung

Bei einer Panikstörung treten schwere Panikattacken ohne einen bestimmten Auslöser, plötzlich und unkontrolliert, auf. Im Gegensatz zu Phobien sind diese nicht spezifisch auf eine bestimmte Situation oder einen Umstand zurückzuführen, sondern passieren scheinbar grundlos. Die Symptome einer Panikstörung ähneln denen einer Phobie. Aus diesen nicht vorhersehbaren Panikattacken, kann eine generalisierte Angststörung, also der Angst vor der Angst, entstehen.

Generalisierte Angststörung

Bei dieser speziellen Angststörung klagen Betroffene über eine permanente Anspannung und Besorgnis in Bezug auf alltägliche Probleme und Situationen. Diese Angst führt über die normalen Sorgen und Ängste hinaus und dominiert die Gedanken und Gefühle. Die Gedanken kreisen häufig nur noch um die sorgenden Situationen, sodass zumeist daraus auch Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche resultieren.

Die Beschreibung phobischer Störungen, laut der Internationalen statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD), findet ihr unter F41: www.dimdi.de

Kurzvideo mit dem Titel: "Angst - Entstehung, Formen, Wege aus der Angst"

Zwangsstörung

Eine Zwangsstörung ist gekennzeichnet, von immer wiederkehrenden Zwangsgedanken und/oder –handlungen, die der/die Betroffene stereotypmäßig ausführen muss, da eine Missachtung der Ideen, Impulse und Gedanken zu starker, abnormaler innerer Unruhe, Angespanntheit und Angst führt.

Die Zwänge, in Form von Gedanken, werden als automatisiert, aufgedrängt und nicht abstellbar wahrgenommen und verhindern eine längere Konzentration auf eine Sache, da die Gedanken ständig auf Abwegen geraten.

Die Zwänge, in Form von Handlungen wiederum dienen als Mittel der Kontrolle einer, sie ängstigenden Situation. Die Verunsicherung und Angst in/vor einer Situation ruft zwangsauslösende Reize hervor, welche Zwangshandlungen nach sich ziehen, die scheinbar die Angst und Unsicherheit auflösen (sollen).

In beiden Fällen leiden Betroffene an der Dominanz ihrer Zwänge, die sie kein normales Leben führen lassen. Die Zwänge sind zeitintensiv, ablenkend, einnehmend und nicht unbedingt gesellschaftstauglich, sodass sich viele Betroffene oft zurückziehen.
Viele fallen im Verlauf ihrer Krankheit in schwere Depressionen.

Die Beschreibung von Zwangsstörungen, laut der Internationalen statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD), findet ihr unter F42: www.dimdi.de

Dokumentation mit dem Titel: "Einführung in Zwänge und Zwangsgedanken"

Der Verein "Deutsche Gesellschaft Zwankgserkrankung e.V." beschäftigt sich konkret mit diesem Thema.www.zwaenge.de 

Eine 18-seitige PDF-Datei, als Pressedatei von eben jenem Verein, mit einer ausführlichen Beschreibung von der Zwangserkrankung findet ihr hier. Sehr empfehlenswert!

Belastungsstörung: Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Einer Posttraumatischen Belastungsstörung gehen schwere psychosoziale Belastungen, katastrophalen oder bedrohenden Ausmaßes, hervor, die nahezu jeden Menschen in irgendeiner Form belasten würden. An PTBS- Erkrankte scheinen aber über nicht effektive Bewältigungsmechanismen zu verfügen, sodass der gesunde Umgang mit diesem Ereignis nicht möglich ist. Die schockierende Situation wird weder bearbeitet, noch akzeptiert, sodass Betroffene alleine durch einen Schlüsselreiz, trigger genannt, sich plötzlich und unkontrolliert, scheinbar wieder in der massiv ängstigenden und einschneidenden Situation befinden, beziehungsweise sich unwillkürlich wieder an die Schocksituation erinnern.

Aus diesem Wiedererinnern heraus, tritt eine plötzlich unkontrollierbare Überreaktion auf. Diese Übererregbarkeit in Kombination mit einer massiven Angstreaktion kann zu einer emotionalen Stumpfheit bis hin zu Depressionen führen, die in Vermeidungs- und Abwehrstrategien endet.

Posttraumatische Belastungsstörungen können direkt im Anschluss an die psychosoziale Belastung, als auch Jahre später auftreten.

Definition nach der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) :

"Die Posttraumatische Belastungsstörung ist eine mögliche Folgereaktion eines oder mehrerer traumatischer Ereignisse (wie z.B. Erleben von körperlicher und sexualisierter Gewalt, auch in der Kindheit (sogenannter sexueller Mißbrauch), Vergewaltigung, gewalttätige Angriffe auf die eigene Person, Entführung, Geiselnahme, Terroranschlag, Krieg, Kriegsgefangen-schaft, politische Haft, Folterung, Gefangenschaft in einem Konzentrations-lager, Natur- oder durch Menschen verursachte Katastrophen, Unfälle oder die Diagnose einer
lebensbedrohlichen Krankheit), die an der eigenen Person, aber auch an fremden Personen erlebt werden können.
In vielen Fällen kommt es zum Gefühl von Hilflosigkeit und durch das traumatische Erleben zu einer Erschütterung des Selbst- und Weltverständnisses."


Zu finden in deren Kurzfassung über die Leitlinie Posttraumatischer Belastungsstörungen.

Vor allem im Zusammenhang mit Soldaten, die von einem Kriegseinsatz zurückkehrten, fällt der Begriff PTBS oft.

Die Beschreibung einer Posttraumatischen Belastungsstörung, laut der Internationalen statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD), findet ihr unter F43.1: www.dimdi.de

Kurze Dokumentation über Traumaforschung am Max-Planck-Institut für Psychiatrie, insbesondere PTSD (Posttraumatische Belastungsstörung)

Affektive Störung: Bipolare affektive Störung

Bipolare StörungBei einer bipolaren affektiven Störung erleben Betroffene ein drastisches Schwanken ihrer Gefühlswelt, ihres Denkens und ihres Antriebs- sie schwanken zwischen Hochs und Tiefs. Diese drastischen Wechsel beinhalten die manischen sowie depressiven Phasen.

Während der Manie verspüren Betroffene einen gesteigerten Antrieb, mit einhergehender Rastlosigkeit, einer starken Ablenkbarkeit und einem verminderten Schlafbedürfnis. Zudem überschätzen sich Betroffene selbst maßlos, gehen vermehrt in den sozialen Kontakt und sind dabei sehr mitteilungsfreundlich und körperlich. Sie verlieren normale soziale Hemmungen und legen teils rücksichtsloses, leichtsinniges und persönlichkeitsfremdes Verhalten an den Tag.

In den anschließenden Phasen der Depression erleben sie das genaue Gegenteil. Sie sind antriebs- und lustlos, meiden soziale Kontakte und sind ständig schlechter Stimmung.

Bildquelle: DGBS Materialien, Patientenbroschüre

Die Beschreibung einer bipolaren affektiven Störung, laut der Internationalen statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD), findet ihr unter F31 (unter Berücksichtung von F30 & F32): www.dimdi.de

Die Patientenbroschüre (aus der das Bild ist), Informationsflyer, den Fragebogen, sowie weitere Informationen zum kostenlosen Download findet ihr auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. unter: www.dgbs.de

Beschreibung der bipolaren Störung durch www.psychenet.de - sehr empfehlenswert deren Arbeit!

Psychotische Störungen - Psychose

Der Begriff Psychose wird als Überbegriff für psychotische Störungen benutzt, bei denen Halluzinationen oder Wahn zu den auffälligsten Krankheitsanzeichen gehören. Eine Veränderung der Wahrnehmung und des Erlebens, des Wesens, der Gefühlswelt, der Interessen, sowie Veränderungen des Sozialverhaltens und der Leistungsfähigkeit können gebündelt oder vereinzelt auftreten.

Die Auslöser für Psychosen sind schwer greifbar; eine hohe Vulnerabiltät (Dünnhäutigkeit, Sensibilität, aber auch Verletzlichkeit), sowie belastende und einschneidende Ereignisse und Veränderungen können den Ausbruch allerdings begünstigen.

Psychosen VeränderungDie Psychose stellt eine Realitätsflucht dar, bei der die Grenzen zwischen äußerer Realität und innerem Erleben verwischen.

Das Innere, Gefühle, Gedanken und Konflikte, die über einen längeren Zeitraum nicht mehr von anderen oder dem Betroffenen selber gehört und angenommen wurden, treten in Form von Halluzinationen nach außen.

Äußere Faktoren gelangen wiederum ungeschützt und ungefiltert nach innen und werden nur noch auf sich selbst bezogen (paranoide, egozentrische Wahrnehmung).

Man unterscheidet klassisch zwischen zwei Typen, wobei sich jede Psychose in Inhalt und Form, in Bezug auf den persönlichen Kontext, der Biographie und der Persönlichkeit, unterscheidet:

1. affektive Psychosen, wenn vorrangig Stimmung, Lebensgefühl und Antrieb verändert sind

2 schizophrene/kognitive Psychosen und affektive Psychosen, wenn vorrangig Wahrnehmung, Denken und Sprache verändert sind



Bildquelle: www.psychenet.de

"Eine Psychose bedeutet ...Wahnvorstellungen

- eine veränderte Wahrnehmung und Verarbeitung der Realität auch ohne Drogen.
- einen besonderen „Eigensinn“ – die Sinne gehen eigene Wege, es entstehen Bilder und Stimmen, die nicht mehr nur von Auge und Ohr beeinflusst werden.
- eine extreme Dünnhäutigkeit – Inneres dringt nach Außen und bekommt Eigenleben (Halluzination), äußere Ereignisse treffen ohne Filter und Gewichtung nach Innen (Risiko paranoider Verarbeitung).
- träumen ohne Schutz des Schlafs – zu träumen, man wäre ein Vogel, ist ungefährlich, dieselbe Wahrnehmung in der Psychose kann riskant sein.
- einen Zugang zu unbewusstem Erleben – so wie es Wunsch- und Alpträume gibt, hat auch die Psychose Wunsch- und Angstanteile. Vergleichbar kann Größenwahn oder Paranoia in der Psychose „etwas wert sein" bedeuten, jedoch zumindest nicht bedeutungslos zu sein.
- eine Art Rückgriff auf kindliche Wahrnehmung – ein Kind von 2-3 Jahren bezieht alles auf sich. Wenn die Eltern sich streiten, fühlt das  Kind sich schuldig. In der Psychose greifen wir auf diese Wahrnehmungsform zurück.
- ein verzweifeltes Ringen um Autonomie – jemand zieht sich zurück bis zu einem „letzten Hort von Eigenheit“: Bis hier hin kann mir niemand folgen."

Textquelle: www.psychose.de

Bildquelle: www.pixelio.de

Die Beschreibung einer psychotischen Störung, laut der Internationalen statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD), findet ihr unter F20-29: www.dimdi.de

Beschreibung von Psychosen durch www.psychenet.de - sehr empfehlenswert deren Arbeit!

Schizophrenie

HalluzinationenDie Schizophrenie als eigenständige Krankheit enthält Symptome einer Psychose, welche jedoch schon vorher über einen langen Zeitraum hinweg aufgetreten sind, sodass grundlegende Veränderungen der Persönlichkeit und die Vielfalt an festgestellten Symptomen schlussendlich erkennbar sind. Die Konstanz bzw. Chronifizierung in den Symptomen ist hierbei wichtig, um die Diagnose zu stellen, da dies ein Unterscheidungsmerkmal zu z. B. der affektiven Psychose ist.

"Diagnostische Leitlinien: Das ICD-10 führt 9 Symptomgruppen ((a)-(i)) an. Von den festgestellten Symptomen müssen über einen Zeitraum von mindestens einem Monat (beinahe ständig) mindestens ein Symptom aus den Gruppen (a) bis (d) oder wenigstens zwei Symptome aus den Gruppen (e) bis (h) zutreffen. Die Gruppe (i) dient zur Diagnose der „Schizophrenia simplex“ (ICD-10 F20.6).[5][6]

Symptomgruppen nach ICD-10:Psychose

(a) Gedankenlautwerden, Gedankeneingebung oder Gedankenentzug, Gedankenausbreitung
(b) Kontrollwahn, Beeinflussungswahn, Gefühl des Gemachten, Wahnwahrnehmungen
(c) Kommentierende oder dialogische Stimmen
(d) Anhaltender, kulturell unangemessener und völlig unrealistischer Wahn
(e) Anhaltende Halluzinationen jeder Sinnesmodalität, begleitet von flüchtigen Wahngedanken oder überwertigen Ideen
(f) Gedankenabreißen oder Einschiebungen in den Gedankenfluss, was zu Zerfahrenheit, Danebenreden oder Neologismen führt
(g) Katatone Symptome wie Erregung, Haltungsstereotypien oder wächserne Biegsamkeit, Negativismus, Mutismus und Stupor
(h) „Negative“ Symptome wie auffällige Apathie, verflachte oder inadäquate Affekte
(i) Deutliche und konstante Veränderung im persönlichen Verhalten (Interessensverlust, Ziellosigkeit, Müßigkeit, sozialer Rückzug)"
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie
Bildquelle: www.jugendfotos.de

Die Beschreibung einer Schizophrenie, laut der Internationalen statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD), findet ihr unter F20-29: www.dimdi.de

Eine tolle Präsentation von der Klinik Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Berlin Mitte findet ihr hier: www.berlin.de

Somatoforme Störung

Bei Somatoformen Störungen leiden Menschen an unklaren, körperlichen Beschwerden, für die bei medizinischen Untersuchungen keine Befunde gefunden werden konnten.

Neben Depressionen und Angststörungen gelten Somatoforme Störungen als die am häufigsten auftretenen psychischen Erkrankungen.

Man unterscheidet bei Somatoformen Störungen zwischen drei Formen:

1. Somatisierungsstörung

Bei einer Somatisierungsstörung treten unterschiedlich viele, unklare körperliche Beschwerden, wie z.B. Verdauungsbeschwerden oder Herz-Kreislaufstörungen auf, die teilweise über mehrere Jahre vorherrschen. Medizinische Untersuchungen verlaufen ergebnislos.

2. Schmerzstörung

Bei einer Schmerzstörung leidet der/die Betroffene an starken, oftmals anhaltenden Schmerzen in bestimmten Körperregionen, die bei medizinischen Untersuchungen auch zumeist erkannt und als Krankheit identifiziert wurden und durch medizinische Eingriffe, z.B. OPs, behoben werden konnten. Trotzdem klagen die Betroffenen nach dem/n Eingriff(en) weiterhin über die genannten Schmerzen.

3. Hypochondrische Störung

Bei einer hypochondrischen Störung hat der/die Betroffene panische Angst davor, an einer schweren Krankheit, wie z.B. Krebs, zu leiden. Schon die kleinsten Anzeichen reichen aus, um die Panik aufkommen zu lassen und negative Befunde nach Untersuchungen können die Angst nur kurzfristig lindern.


Wie entstehen sie?

Bei allen Arten der Somatoformen Störung sind die Auslöser noch nicht ausreichend erforscht. Genetische Veranlagerungen, sowie traumatische Ereignisse (z.B. in der Kindheit), als auch individuelle Stressoren begünstigen allerdings die Entstehung Somatoformer Störungen.

Der/die Erkrankte nimmt dabei "normale Körperprozesse" verstärkter wahr, als gesunde Menschen und richtet seinen Fokus im Alltag ständig auf die Schmerzen bzw. betroffenen Regionen. Nicht selten legen sie Vermeidungsstrategien, bzw. "Schonverhalten" an den Tag, was allerdings zumeist nur zu einer kurzfristigen Besserung führt.

Die Beschreibung einer Somatoformen Störung, laut der Internationalen statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD), findet ihr unter F45: www.dimdi.de

Beschreibung von Somatoformen Störungen durch psychenet - sehr empfehlenswert deren Arbeit! - unter: www.psychenet.de

Hier findet ihr eine Übersicht über Einrichtungen, Beratungs-/Anlaufstellen, Therapeutenfinder, Krankenhäuser, Telefondienste und Selbsthilfegruppen, die sich auf psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert haben.

Einrichtungen:

- Einrichtungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen, Wohnungshilfe usw. www.unionhilfswerk.de

- Therapeutisches Jugendwohngruppen
www.therapeutische-jugendwohngruppen.de

- AJF Gemeinnützige Gesellschaft für Jugendberatung und psychosoziale Rehabilitation
www.ajb-berlin.de

- EJF Evangelisches Jugend und Fürsorgewerk
www.ejf.de

- Jugendwohnen in Berlin
www.jugendwohnen-berlin.de

- Pestalozzi – Fröbel-Haus
www.pfh-berlin.de

- Vier Wände
www.jugendwohnplatz.de

- sozialpädagogisches jugendwohnen e.v.
www.sozialpaedagogisches-jugendwohnen.de

- Pfefferwerk
www.pfefferwerk.de

Beratungs- und Anlaufstellen

- Anlaufstellen in Berlin, sortiert nach Krankheiten und Gruppen!
www.anlaufstellen-berlin.de Die Beratungs- und Anlaufstelle schlechthin!

- Kinder- & Jugendpsychiatrischer Dienst; Anlaufstellen für jeden Bezirk
www.berlin.de

- Datenbank, nach Bezirken und Beratungsschwerpunkt sortiert
www.dajeb.de

- Stiftungen, Vereine nach unterschiedlichen Erkrankungen geordnet
www.tiefenpsychologisch-fundierte-psychotherapie.de

- Rubrik Rat & Hilfe, Beratungsstellen, jugendnetz-berlin.de
jugendnetz-berlin.de

Krankenhäuser mit Kinder- und Jugendpsychiatrie

Therapeut_innenfinder

- Therapeut_innen nach Wohnort suchen
www.bzga-essstoerungen.de
www.psych-info.de
www.therapie.de/psychotherapie/-ort-/berlin

- Therapeut_innen finden & Infos rund um Therapien
www.psychotherapiesuche.de

- Therapeut_innen spezialisiert auf Traumata & Angststörungen
www.gptg.eu

- Fachärzt_innen nach Krankheit und Bezirke
www.verein-berliner-nervenaerzte.de

- approbierte Ärzt_innen für Kinder- und Jugendpsychiatrie
www.kinderpsychiatrie.de/home

Selbsthilfegruppen

- Selbsthilfegruppen
www.schon-mal-an-selbsthilfegruppen-gedacht.de

- Selbsthilfe Kontakt und Informationsstelle (sekis) mit Auflistung aller Gruppen, differenziert für jeden Bezirk in Berlin
www.sekis.de

Telefondienste, -hilfen

- Berliner Krisendienst, Telefonnotfallhilfe
www.berliner-krisendienst.de

- Jugendnotdienst
Berlin 61 00 62, täglich rund um die Uhr
www.jugendnotdienst-berlin.de

- Kinder- und Jugendtelefon
0800 111 0333, Mo-Fr 15-19.00
bundesweit, anonym und kostenlos
eine der meist genutzten Anlaufstellen junger Menschen in Deutschland
www.kinderundjugendtelefon.de
(Das Kinder- und Jugendtelefon ist ein Netzwerk von bundesweit
ca. 92 Beratungstelefonen)

- Jugendnotmail
www.junoma.de
anonyme und kostenlose Online-Beratung via E-Mail durch unsere ehrenamtlichen Diplom-Psychologen und Sozialpädagogen

- Kinder- und Jugendnotdienst, Telefon- und E-Mail-Service
www.berliner-notdienst-kinderschutz.de

Sonstiges- Vereine


- Neurologen und Psychiater im Netz
www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org

- Aktion Psychische Kranke
www.psychiatrie.de

- Dachverband Gemeindepsychatrie
www.psychiatrie.de

- Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. (DGSP)
www.psychiatrie.de

- Familienselbsthilfe Psychiatrie/Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V. (BApK) www.psychiatrie.de

- Informationen über verschiedene Behandlungsarten und -diensten & deren Ansprechpartner in Berlin
www.berlin.de

- Behördenwegweiser Kinder-und Jugendgesundheitsdienst
www.berlin.de

- Hilfe für Angehörige
www.apk-berlin.de

Essstörungen

Magersucht:

- "Dünn bis in den Tod- wie sich junge Mädchen tot hungern"
www.youtube.com

- "Bulimie & Magersucht" - dreiteilig
www.youtube.com/watch?v=O_FlAIqwwLw (Teil 1)
www.youtube.com/watch?v=G7f4-QIDh8A     
www.youtube.com/watch?v=qK6D_4vJxxs

Bulimie:

- "Sarahs Weg aus der Bulimie"
www.youtube.com/watch?v=mfJTbhIvZGw

- ein Video über das Versteckspiel von Betroffenen
www.youtube.com/watch?v=KU6zLphgd1A

Binge Eating (auf englisch):

www.youtube.com/watch?v=Vr8Lho29np4 Binge Eating


Psychotische Störung

Psychosen:

- psychenet- Erklärvideo Psychose
www.youtube.com/watch?v=8pyAKCYP3UI

- "Das Weiße Rauschen" (Ausschnitt), Spielfilm mit Daniel Brühl
www.youtube.com/watch?v=vjnzyj906Eo

- Simulation einer psychotischen Episode
www.youtube.com/watch?v=rETp1b2AGtk


Depressionen:

- Dokumentation auf ARTE
www.arte.tv/guide/de/046921-000/ich-will-ja-einfach-gar-nicht-sterben

Bipolare Störung:

- psychenet- Erklärvideo Bipolare Störung
www.youtube.com/watch?v=IbEwneDEgpg

- "Leben zwischen Manie und Depression"
www.youtube.com/watch?v=m3sUPZlOBng

- gebündelt TV-Beiträge zu bipolaren Störungen von Dt. Gesellschaft für bipolare Störung e.V. (DGBS)
www.dgbs.de/tv-beitraege.htmlzu http://www.dgbs.de/videos-bipolar.html

Angst- & Zwangsstörung:

- "Angst- Enstehung, Formen, Wege aus der Angst"
www.youtube.com/watch?v=cee2v3EEs_M

- "Gefährliche Gefühle- Angststörung & Depression" (Teil 1)
www.youtube.com/watch?v=8hIQMb_Smzk 

- "Einführung in Zwänge und Zwangsgedanken"
www.youtube.com/watch?v=lMZOhh-w880

Wer mehr über psychische Erkrankungen oder generell alles rund um Körper und Psyche erfahren möchte, wird bei folgenden Veranstaltungsstätten oder Verbänden sicher fündig:

Veranstaltungsstätten:

- Urania
www.urania.de/programm/2013-12

- Biochemischer Verrein
www.biochemischerverein-berlin.de

- Charité Berlin
www.charite.de

- Vivantes Kliniken
www.vivantes.de

- Berliner Volkshochschule
www.berlin.de

u.a. im Bereich: Konfliktbewältigung & Meditation
u.a. im Bereich: Selbsterfahrung & Selbsthilfe

- Veranstalter, der seelischen Gesundheitswochen und von Kongressen rund um das Thema Gesundheit
www.seelischegesundheit.net

- Dt. Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V.
www.zwaenge.de

Informationen gemischt:

- zum kleinen Unkostenbeitrag Filme, Bücher zu Depressionen von dem "Deutschen Bündnis gegen Depressionen e.V."
www.buendnis-depression.de

- Fachzeitschrift
www.psychologie-heute.de

Welche Therapieformen gibt es eigentlich?

1. die analytische Psychotherapie
2. die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
3. Verhaltenstherapie

4. Gesprächspsychotherapie
5. Systemische Therapie

Während die ersten drei Therapieformen von gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, ist dies momentan bei den beiden letzten noch nicht der Fall.

Bei Fragen rund um die Psychotherapie folgt bitte diesem Link: www.therapie.de

Die Inhalte sind unter anderem:

- übersichtliche Informationen über das "Wer - Wie - Was" der Psychotherapie
- Ablauf einer Psychotherapie
- Fragen und Zweifel in einer Psychotherapie

Analytische Psychotherapie

Bei der Analytischen Psychotherapie geht man davon aus, dass persönliche Lebenserfahrungen und deren konflikthafte, unbewusste Verarbeitung und Verinnerlichung zu der Entstehung von Verhaltens-, Denk- und Erlebnismustern führen, welche wiederum in psychischen Konflikten münden können.

In Zusammenarbeit mit dem/r Therapeut_in wird ein vertieftes Selbstverständnis entwickelt, welches hilft unbewusste Prozesse/Muster aus Vergangenheit und Gegenwart anzusehen, zu verstehen und auf die Angemessenheit für das weitere Leben hin, zu untersuchen, sodass der/die Therapeut_in wertfrei die eigene Reflexion lediglich begleitet und somit Hilfe zur Selbsthilfe gibt.

Bei dieser Therapieform hat der/die Patient_in keinen Blickkontakt mit dem/der Therapeut_in, um im ungestörten und engen Kontakt zu sich selbst sein zu können.

Ausführliche Beschreibungen zu der Analytischen Psychotherapie findet ihr hier: www.bptk.de

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie geht davon aus, dass seelische Konflikte in der Lebensgeschichte des/r Patient_in begründet sind. Schwierige, persönliche Erlebnisse, Konflikte und Erfahrungen, zumeist aus der Kinderheit, wurden hierbei nicht konstruktiv verarbeitet, sondern verdrängt, da die Realität scheinbar als zu schmerzhaft und bedrohlich von dem Betroffenen bewertet wurde. Das Verdrängen hilft jedoch nur für einen gewissen Zeitraum, sodass weitere Konflikte oder belastende Situtationen im späteren Verlauf zum Ausbruch einer psychischen Erkrankung führen können.

Aus dieser Annahme heraus, versucht der/die Therapeut_in den/die Patient_in für die Bewusstmachung des Konflikts und den Konsequenzen daraus, zu sensibilisieren und seine Einsichtsfähigkeit und Selbstbeobachtung zu fördern.

Durch die Wiederherstellung von konfliktbeladenen Situationen durch den/die Therapeut_in kann es gelingen, die Konflikte zu bearbeiten, Frieden zu schließen und damit einen gesünderen und weniger belastenen Lebensstil, der veränderte Verhaltens- und Denkmuster mit einschließt, zu wählen.

Ausführliche Beschreibungen zu der Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie findet ihr hier: www.bptk.de und www.kinderpsychiatrie.de

Verhaltenstherapie

Während die Analytische, als auch die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie den Fokus auf die Reflexion, Analyse und das Verständnis von seelischem Konflikt und eigener Biographie legen, gilt es in der Verhaltenstherapie, erkannte Verhaltensmuster zu modifizieren und gesündere zu erlernen. Nach der Klärung von Ursachen, aufrechterhaltenden Bedingungen für die Problematik und deren Einfluss auf das Wohlbefinden, werden klare Therapiezielvereinbarungen zwischen dem/der Therapeut/in und dem/der Patient_in getroffen.

Die Verhaltenstherapie arbeitet problem- und zielorientiert und versucht die Rahmenbedingungen aktiv zu verändern.

Ausführliche Beschreibungen zu der Verhaltenstherapie findet ihr hier: www.bptk.de und www.kinderpsychiatrie.de

Gesprächspsychotherapie

Die Gesprächspsychotherapie geht davon aus, dass jeder Mensch aus positiver, bedingungsloser Wertschätzung heraus, konstruktive Erfahrungen und ein gesundes Selbstbild entwickeln kann. Ist dieser "Kreislauf" gestört, können psychische Erkrankungen entstehen. Der/die Therapeut_in geht davon aus, dass der/die Patient_in "Experte seiner Selbst" ist und im Rahmen der Selbstforschung eigenständig Lösungen für seine Probleme finden kann.

In der Therapiearbeit nimmt der/die Therapeut_in den/die Patient_in, sein Wesen bedingungslos an, ohne jedoch zwangsweise jede Verhaltens- und Denkweise zu unterstützen. Aus dieser positiven Erfahrung heraus, lernt der/die Patient_in wieder Vertrauen zu sich selbst und Zuversicht aufzubauen und seine eigenen Potentiale wieder zu entdecken.

Ausführliche Beschreibungen zu der Gesprächspsychotherapie findet ihr hier: www.bptk.de

Systemische Therapie

Bei der Systemischen Therapie wird der Fokus auf die Dynamik einer bestimmten Gruppe, z.B. Familie gelegt. Dabei werden sozialen Beziehungen, Bindungen und Kommunikationsstrukturen erfasst, um festzustellen, warum eine psychische Erkrankungen bei einem oder mehreren (Familien-)mitgliedern entstanden ist/sind. Es werden störende Bindungen und festgefahrene Kommunikationsabläufe u.a. in Rollenspielen sichtbar gemacht, um so besser Beziehungskonflikte und krankmachende Bindungen zu erkennen und bearbeiten zu können.

Während der gemeinsamen Therapiearbeit wird aber auch darauf Wert gelegt, Potenziale und Stärken in den zwischenmenschlichen Beziehungen, z.B. Familie, zu erkennen und zu verstärken.

Bei dieser Therapieform läuft die eigentliche Veränderung zwischen den Sitzungen, im Alltag, ab.

Ausführliche Beschreibungen zu der Systemischen Therapie findet ihr hier: www.bptk.de


 
 
 

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