Sturmfrei!

"Sturmfrei" ist vermutlich eines der beliebtesten Wörter unter Jugendlichen. Die Eltern sind aus dem Haus, jetzt kann man endlich einmal tun was man will, ohne dass einem ständig jemand dazwischen redet. Unter diesem Motto schreibe ich hier über Dinge, die ich schon immer mal sagen wollte oder gebe einfach nur mal meinen Senf dazu. Wenn euch interessiert, wie ein 17jähriges Teenagermädchen so denkt, dann schaut euch doch einfach mal um. 

Viel Spaß, Eure Olivia


Habt ihr eine Meinung? Dann schreibt sie mir! Office@jfsb.de

WhatsApp - "Fear of missing friends?"

Die meisten von euch werden WhatsApp kennen und vermutlich auch benutzen. Es ist schnell, unkompliziert und vor allem kostenfrei. Tina Zeinlinger, selbst 17 Jahre alt, hat bei derStandard.at einen Userartikel darüber verfasst, warum WhatsApp Nachrichten immer sofort beantwortet werden. Ihrer Meinung nach ist die von ihr sogenannte "Fear of missing friends" daran Schuld, also die Angst, Freunde gegen sich aufzubringen oder zu verlieren, wenn man jemandem nicht ASAP (As Soon As Possible) zurückschreibt.
Den ganzen Artikel zum Nachlesen findet ihr hier:http://derstandard.at/2000004796020/Warum-WhatsApp-Nachrichten-immer-sofort-beantwortet-werden


Meiner Erfahrung nach gibt es eher wenige Jugendliche, die sofort genervt reagieren, wenn man eine Nachricht nicht sofort beantwortet: Zum einen gibt es da die "Zuletzt online" Anzeige, an der man erkennen kann, ob der Empfänger nach Senden einer Nachricht schon auf seine "Whats App" geguckt hat oder nicht. Wenn ja, eine Antwort aber trotzdem noch nicht erschienen ist, oder derjenige kurz online ist und dann ohne zurückzuschreiben offline geht, kann jeder mit genügend Menschenverstand schlussfolgern: Aha, anscheinend hat mein Freund gerade etwas zu tun und kann nicht antworten. Was ja auch meistens der Fall ist. Denjenigen dann auch noch mit einer Dauerbombardierung an Nachrichten à la "Warum antwortest du nicht???" zu nerven, ist ziemlich überflüssig. Dann wartet man eben einfach ab, bis sich die Person zurückmeldet.

Ist nun einige Zeit vergangen, so ungefähr ein bis zwei Stunden, die zu erreichende Person, sozusagen die Zielperson, war jedoch immer noch nicht online und hat demnach auch nicht geantwortet, wird es schon kritischer. Da überlegt man schon mal..."Hat sie ihr Handy verloren?" "Ist der Akku alle?" "Was macht der bloß solange?" Die nächste Reaktion: "Ruf ich einfach mal an. Vielleicht geht sie ja ran."

Geht die zu Zielperson wider Erwarten nicht an ihr Handy, stellen sich erste Gefühle der Sorge ein: "Hoffentlich ist nichts passiert" etc. etc.. Dann kann es tatsächlich passieren, dass man beginnt weitere Nachrichten zu schreiben, nach dem Motto: "Haaallo! Was ist los? Alles gut? Ich will mit dir reden! Ruf mich an!" Viele Nachrichten zu schreiben erscheint außerdem als ein tolles Mittel auf sich aufmerksam zu machen. Wenn der Nachrichtenton im Ein-Sekunden-Takt ertönt, schaut die Zielperson dem Gefühl nach eher aufs Smartphone als wenn er nur einmal erklingt. Das kann man schließlich auch mal überhören, nicht wahr? Meistens ruft die Zielperson einen dann tatsächlich zurück und sagt soetwas wie: "Sorry, hatte Schule" oder "Sorry, war bei meinem Freund" oder "Sorry, Akku war alle". Meistens gibt es also keinen Grund zur Panik.

Besonders schlimm allerdings wird es, wenn die Zielperson online war, auf eine Nachricht aber trotzdem nicht  zurückschreibt. Hier kommt es dann häufiger zu den von Tina beschrieben Nachrichten "Biste böse auf mich?"

Zumeist ist aber auch hier eine ganz natürliche Erklärung für das Nichtbeantworten zu finden. Mir ist es einmal passiert, dass ich eine Freundin ewig mit "Mensch ich seh doch dass du online bist, was denkst du dir eigentlich mir nicht zu antworten??"-Nachrichten nervte, bis sie mich irgendwann anrief und meinte: "Olivia, ich hatte eine OP. Die Ärztin hat mich voll böse angeguckt, weil mein Handy die ganze Zeit geplingt hat." Ooops...Tja, aus Fehlern lernt man.

Ich glaube also weniger, dass die raschen Antworten bei WhatsApp von der "Fear of missing friends" herrühren, sodern eher von der herkömmlichen "Fear of missing out". Ertönt der Nachrichtenton ist die Neugier einfach viel zu groß, um nicht sofort aufs Handy zu schauen. Wer weiß, vielleicht hat ja jemand ne tolle Party gefunden oder eine Weile sturmfrei! Die Zeitfenster von Jugendlichen sind oft auch relativ eingeschränkt. Wenn jemand also schreibt: "ich bin in zehn min am ubahnhof, lass mal treffen!" ist es einfach blöd, wenn man die Nachricht erst eine halbe Stunde später liest.

IFA - Bericht einer Erstbesucherin

 

Mein erstes Mal auf der IFA – ich war wahnsinnig aufgeregt, bevor ich die Messehallen betrat. So aufgeregt, dass ich meine Karte beinahe auf der Toilette hätte liegen lassen.

Gottseidank war die Karte sicher in der Hosentasche, also - nichts wie rein da.

Ich lief durch die erste Halle, in der eine Live-Band spielte, untermalt von einer tollen Lichtshow. Daraufhin war ich direkt mit dem größten Problem konfrontiert, welches mich den Rest meines Besuches begleiten sollte: Sich zurechtzufinden schien unmöglich. Es dauerte kurze  Zeit, bis ich einen Geländeplan ergatterte und daraufhin fieberhaft überlegte, wie ich diese ganzen Farben und Zahlen zu deuten hätte.  Auf dem Weg durch die Hallen und Stockwerke bekam ich dann langsam einen besseren Überblick und schaffte es irgendwann sogar ohne permanent die Nase in den Plan zu stecken, von einer Halle in eine andere zu finden.  

Die riesigen Hallen selbst waren vollgepackt mit Anzugträgern, Technik und kamerabewaffneten Touristen. Nun, etwas anderes wäre auch kaum zu erwarten gewesen.

Ich für meinen Teil hätte jedoch etwas mehr Entertainment erwartet – und etwas weniger Küchengeräte.  Das Eventprogramm war tatsächlich eher dürftig, was aber auch daran liegen könnte, dass ich am vorletzten Tag, am Dienstag, da war. Immerhin gab es ein Oktoberfest und leckeres Essen, dass in den Hallen gekocht wurde, und dessen Duft einem das Wasser im Munde zusammenfließen ließ.  Natürlich waren  es auch ein paar tolle Künstler dar,  die im Sommergarten und in der Young IFA Halle ihre Musik zum Besten gaben.  

Die Ausstellungen an sich waren jedoch etwas fad, und besser geeignet für wirklich Technik Interessierte als für künstlerische Jugendliche wie mich. Die vielen Smartphones, Öfen und Stereoanlagen die es zu bewundern gab, sahen zwar all sehr schnieke und modern aus, erschienen mir aber nicht gerade innovativ, neuartig oder wegweisend.

Faszinierend fand ich jedoch die unfassbar hochauflösenden Flatscreens, die konkav geformt sind und dadurch einen ehrlich beeindruckenden  3D Effekt zaubern. Gemütliche Fernsehabende mit der Familie kann man damit aber auch vergessen, der wer nicht in der Mitte vor dem Bildschirm sitzt, wird sich beginnen zu fragen, ob er eventuell einen Knick in der Optik hat. Ideal also für Singles und Leute, die ihren Fernseher gern für sich allein beanspruchen. Als Alterative für alle, die Fussball lieber mit Freunden gucken gibt es die flexible Variante, die sich auf Knopfdruck biegt.

Am spannendsten, weil völlig  neuartig und vermutlich auch zukunftsweisend, empfand ich das sogenannte Smart Home. Ich habe nicht ganz durchblicken können, wie es jetzt tatsächlich funktioniert, aber eins steht fest: Es revolutioniert Wohnen und Leben von Grund auf. Ob ich das jetzt gut, oder doch gruselig finde,  weiß ich noch nicht. Die Vorstellung, dass mein gesamtes Haus mit mir verbunden ist und ich es jederzeit per Nachricht fragen kann, ob ich noch Milch im Kühlschrank habe, ist gleichzeitig ziemlich klasse aber auch irgendwie merkwürdig. Die Technik erleichtert unser Leben schon jetzt ungemein, aber wann ist der Punkt gekommen, an dem die Technik unser Alltägliches überflüssig macht? Ist der Kühlschrank, die Haustür, die Lampen und alles andere technikgesteuert, müssen wir uns kaum noch Gedanken machen, Dinge aufschreiben oder uns bewegen. Dann ist das Smartphone noch fester an unsere Hände geklebt und wir werden noch fauler, als wir es sowieso schon sind.  

So hat die IFA mir neben einem Riesenhaufen Technik auch noch einen Denkanstoß und eine wertvolle Erkenntnis beschert: Fürs Erste werde  ich mich lieber noch selbst fragen, ob Milch da ist, und anstelle meines Smartphones mein Gehirn benutzen.



4K Fernseher auf dr IFA3D spielerlebnis

Vorstellung der 4K Fernseher, smarte Wasch-            Oculus Rift Brille für ein Gaming-Erlebnis in 3D

maschinen  


Auto auf der IFAIFA Sommergarten

Rennautos auf der IFA: "Nicht anfassen!!!"                IFA Sommergarten mit Blick auf den Funkturm

Zu Besuch bei BerlinImpuls

Gestern, am 23. September, hat die Redaktionssitzung der Jugendredaktion von BerlinImpuls stattgefunden - und ich war dabei!

Als ich ankam war die Vorbereitung schon voll am Laufen. Kamaras und Scheinwerfer wurden ausgerichtet, Moderationen geübt und Tonregler hin- und hergeschoben.

Ich fand auch gleich eine Aufgabe, nämlich die zeichnerische Umsetzung einiger Themen (die ich an dieser Stelle noch nicht verraten will) für die neue Sendung. Die könnt ihr im fertigen Beitrag im Hintergrund bewundern. (Zwinkersmiley)

Nachdem reichlich Tipps an die beiden neuen Moderatorinnen verteilt wurden und das Setup stand, gings dann auch schon los. Nach dem x-ten "Abmoderation, die *beliebige Zahl einfügen*", und das Ganze auch schon fast im Kasten war, zu den eigentlichen Themen übergangenen werden sollte und es sich die beiden Mädels schon in ihren Sesseln bequem gemacht hatten, viel der Ton aus. Debby war tot, nix mehr zu hören.

Ohje, es war schon eine halbe Stunde vor offiziellem Ende und jetzt sowas! "1,2,3,4,5,6,7,8, hallo,hallo?" Nichts zu machen, der Ton blieb weg. Auch Batterien austauschen war umsonst. Also musste ein neues Mikro her. 

Ich ließ die Techniker mit ihren Problemen allein und gesellte mich zu den anderen, um ein paar Ideen zu einem Radiobeitrag einzubringen und sich kennenzulernen.

Zuletzt verabretete ich mich sogar noch zu einem Interview am Wochenende, wobei das Subjekt einer der zahlreichen Marathonläufer sein wird.

Dann war es Zeit für mich zu gehen und den weiten Weg von Wedding zurück nach Charlottenburg zu bestreiten. Der Besuch hatte sich aber auf jeden Fall gelohnt und ich freue mich schon, wenn ich mir die fertige Sendung ansehen kann! Ihr könnt gespannt sein!!

Aufzeichnung der SendungAufzeichnung der Sendung



 
 
 

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