Neuer "Jugendmedienschutzindex" der FSM – Umgang mit onlinebezogenen Risiken

09.11.2017

73 Prozent der Eltern in Deutschland sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder beim Surfen im Netz. Zu den Gefahren wird der Kontakt zu Fremden, verstörende Gewalt- oder Pornografie-Inhalte, Cybermobbing, Datenklau, Viren und vieles mehr gezählt.

Am 7. November 2017 fand der Festakt zum 20-jährigen Jubiläum der FSM in Berlin mit zahlreichen hochkarätigen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Pädagogik und Zivilgesellschaft statt. Auf der Veranstaltung wurde der Fachwelt die neue Studie Jugendmedienschutzindex vorgestellt.

Der von der FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter) herausgegebene Jugendmedienschutzindex zeigt an, in welcher Weise der Schutz von Heranwachsenden vor negativen Online-Erfahrungen in den Sorgen, den Einstellungen, dem Wissen und dem Handeln von Eltern, von pädagogischen Fach- und Lehrkräften sowie von Heranwachsenden verankert ist.

Auf dieser Grundlage werden Stärken und Schwächen der derzeitigen medienpolitischen Regelungen für den Jugendmedienschutz sowie der verfügbaren medienpädagogischen Unterstützungsangebote erkennbar, aus denen sich Ansatzpunkte für deren Weiterentwicklung ergeben.

Aufbauend auf den Ergebnissen formulierte die FSM Forderungen für einen zeitgemäßen Jugendmedienschutz, die Geschäftsführer Martin Drechsler in einem Ausblick auf die kommenden Jahre vorstellte. Er forderte dazu auf, die Internationalität von Onlinemedien zu akzeptieren, einen gemeinsamen konvergenten Regulierungsrahmen von Bund und Ländern zu etablieren, Vertrauen in den Jugendmedienschutz zu schaffen und auszubauen sowie Eltern und Heranwachsenden individuelle und auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Hilfsangebote zur Verfügung zu stellen.

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der FSM begrüßte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Katarina Barley in ihrer Ansprache das Engagement der FSM im Jugendmedienschutz und insbesondere den neuen Jugendmedienschutzindex sowie die Arbeit ihrer Internet-Beschwerdestelle. Darüber hinaus betonte sie die wichtige Rolle der FSM als Vermittler zwischen den vielfältigen Stakeholdern.

Mehr Infos zum Jugendmedienschutzindex und Befragungen von Eltern und Heranwachsenden sowie Befragungen von pädagogischen Fachkräften gibt es hier.

 

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)


 
 
 

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