No Photos on the Dance Floor (Der Titel ist ziemlich ironisch)

Diese Ausstellung befindet sich, unteren Stock des c/o´s. Zum Einstieg, gab es eine Einleitung auf einer großen, an der Wand lehnenden, Tafel. Die Ausstellung zeigt das Partyvolk von 1989 (Jahr des Mauerfalls) bis Heute. Sie zeigt die Anfänge der Clubszene und wie sich das Party machen verändert hat, mit besonderem Bezug auf Techno Partys.  Es folgte ein TV Gerät auf dem ein Film läuft, indem jemanden mehrere Tattoos gestochen werden. Weiter ging es mit Fotos, vom Tresor, einen alten Berliner Club, der 1991 eröffnet wurde. Es werden die Räumlichkeiten gezeigt und die Tanzwütigen Clubgänger. Die Ausstellung bietet verschiedene visuelle Medien einerseits auf gehangene Fotos in Rahmen oder „nackt“ als einfaches Foto ohne Schutz, dann zwei alte Diaprojektoren, die alte Bilder zeigen. Viele Fotos sind obszön und verrucht, was dem ganzen einen gewissen Scharm verleiht, den Berliner Scharm, meiner Meinung nach. Die Fotos spiegeln Berlin wider und die Menschen, die hier wohnen, natürlich nur eine gewisse Sparte von ihnen, aber sie tragen einen großen Teil dazu bei, dass Berlin, Berlin ist. Die einfachen Fotos hängen, an drei Wänden und sind in einer außergewöhnlichen Symmetrie angeordnet. Im letzten Drittel der Ausstellung, wird ein Interview, mit der Türsteherin, des KitKats Club, Kirsten Krüger, gezeigt. Der KitKat Club ist ein Techno Club, der seit 2007 über dem U-Bahnhof Heirich_Heine_Straße liegt. Weiter geht es mit Fotos, Polaroids. In einem kleinen extra Raum, befindet sich ein aufrecht, stehendes Quadrat, worauf Männer, jeder Sexualität und jeden Aussehens gezeigt werden, also Drag Queens, Homosexuelle, Heterosexuelle etc. Über einen Gang gelangt man in einen Raum, indem laute Technomusik gespielt wird. Ein Film, des legendären Techno Vikings wird an die Wand projiziert. Für jeden der ihn nicht kennt hier das Original-Video (ab 1:26 geht es richtig los). Das Video wurde in mehre Ausführungen editiert, alle Videos laufen gleichzeitig als große Collage an der Wand, einmal in einem Mincraft Style, dann in einem Warcraft Style usw. Es ist ein buntes Durcheinander einer Kultfigur, die ein Internet-Phänomen geworden ist. Das Original Video wurde auf der Berliner Fuckparade am 8. Juli 2000 gemacht. Im selben Raum werden in einer Vitrine, alte Werbe Flyer ausgestellt.

Die Ausstellung ist für jeden etwas der gerne Party macht, in alten Erinnerungen schwelgen will, oder mehr über die Berliner Partyszenen Geschichte lernen will. Ich würde die Ausstellung, sowohl jung als alt empfehlen, da es nicht auf das Alter ankommt, sondern auf die Interessen der einzelnen Personen. Die Ausstellung geht noch bis zum 30.11.2019



 
 
 

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